Reisebericht

Japan

Vorbereitung

Aufgrund der Einladung zu einer Hochzeit nach Südkorea hat es uns nach Asien verschlagen. Da Japan ganz nah an Südkorea grenzt wollten wir uns die Chance nicht entgehen lassen und einen Urlaub in Japan dranhängen. Ursprünglich war der Plan mit der Fähre (47 pro Person) von Busan nach Hakata (Fukuoka) zu fahren. Die Buchung ist auch normal auch ganz unkompliziert möglich. Jedoch war bei uns leider über Wochen immer nur die Buchung bis zum 8. April möglich, wir hatten allerdings am 8. bereits eine Unterkunft in Busan gezahlt und wollten daher erst am 9. April nach Japan reisen. Leider haben sie den Kalender nicht aktualisiert oder irgendwas stimmte mit der Website nicht. Damit wir sicher nach Japan konnten, haben wir uns dann kurz vor der Reise doch dazu entschieden Flüge zu buchen (125 pro Person). Noch in Deutschland haben wir uns außerdem den Japan Rail Pass (JR Pass) gekauft (250Euro für 7 Tage). Das klingt zunächst sehr teuer, jedoch kann man damit unbegrenzt 7 Tage lang mit dem Shinkansen durch ganz Japan fahren und rentiert sich auf jeden Fall. In Kyoto kann man damit kostenlos nach Nara und in Tokio sogar mit den JR Stadtbahnen durch die Stadt fahren.

Tag 1 Anreise Japan

Wir machten uns mit den Öffentlichen auf den Weg zum Flughafen und waren nach etwa einer Stunde Flugzeit bereits in Fukuoka. Wir haben die erste Übernachtung in Hiroshima gebucht, daher mussten wir noch am selben Tag mit dem Shinkansen weiter nach Hiroshima fahren. Am Flughafen angekommen, haben wir entschieden zur Hakata Station zu laufen (knappe 3km, 35min Fußweg) und dabei auf dem Weg ein wenig von Fukuoka zu sehen. Dafür haben wir uns etwa eine Stunde Zeit gelassen, sind also wie zwei Schildkröten, mit unseren Backpacks hinten und Tagesrucksäcken vorne, am Mikasa River entlanggelaufen, hatten einen Stopp in einem Park eingelegt in dem es Kirschblüten und viele Tauben zu bestaunen gab. Was wir hier bereits feststellen konnten, ist, dass man an jeder Ecke ein willkommenes Lächeln zu sehen bekommt. Die Freundlichkeit der Japaner ist einfach unvergleichlich.

An der Hakata Station angekommen suchten wir nach einem JR Office, denn es ist notwendig die Japan Rail Pass Unterlagen, die wir per Post nach Deutschland geschickt bekamen, vor Ort in das richtige Ticket zu tauschen. Das ging alles sehr unkompliziert und etwa eine halbe Stunde später waren wir auch schon auf der Suche nach dem Shinkansen nach Hiroshima. Am Gleis angekommen musst man genau auf die Wagennummern achten, denn es gibt extra Abteile ohne Reservierungen in denen freie Platzwahl herrscht. Wir haben uns bewusst gegen Reservierungen entschieden, da wir ganz flexibel von den Uhrzeiten bleiben wollten. Die Sitze bieten viel Beinfreiheit, es gibt Fächer und Ablagen für Essen oder Kartenspiele und genug Platz für das Gepäck. Wir freuten uns sehr auf die Fahrt, besonders Andre konnte es kaum erwarten. Er hat vorab fasziniert Videos über diesen Schnellzug angeschaut und war ganz gespannt wie sich die Geschwindigkeit (bis zu 320km/h) anfühlt.

Innerhalb der Städte ist die Geschwindigkeit noch wie gewohnt, fährt man allerdings raus aufs Land ziehen die Berge und kleinen Dörfern unglaublich schnell an einem vorbei. Wenn man während der Fahrt den Kopf zur Seite drehte und aus dem Fenster schaute, merkte man zunächst einen leichten Druck im Kopf, das ist schwer zu beschreiben, ja ein wenig, wie wenn der Kopf in der Achterbahn in den Sitz gedrückt wird. An der Hiroshima Station angekommen hatten wir nur 15min Fußweg zum unserem Hotel Urbain Hiroshima Central. Zu unserer Überraschung kamen wir auf dem Weg an einer deutschen Bäckerei (Bekkarai Beck) vorbei, da mussten wir uns natürlich gleich was holen. Rucksäcke vor die Tür und rein mit uns. Die Backwaren sahen wunderbar aus, alles in Miniaturformat, kleine Brezeln, kleine Laugencroissants, kleine Brötchen, richtige Probiergrößen. Andre schwört bis zum heutigen Tag, dass das Brötchen von dort das beste Brötchen war, das er jemals in seinem Leben gegessen hatte. Im Hotel angekommen, haben wir uns erstmal ein wenig ausgeruht und gleich etwas Besonderes entdeckt: Die Japanische Toilette. Sie bietet integrierte Musik, Duschen für vorne und hinten mit einstellbarem Wasserdruck, hach wir hätten sie ehrlich am liebsten mit nach Deutschland genommen. Das hört sich vielleicht komisch an, aber wenn du selbst einmal in Japan warst, wirst du uns verstehen.

Auch wenn der Tag schon lang war, bekamen wir langsam Hunger. Wir schlenderten ein wenig durch die Straßen und fanden ein Seafood Restaurant, dort erfuhren wir, dass Hiroshima für die Austern bekannt ist. In dem Restaurant gab es kein Menü auf English, die Bedienung sprach auch kein Englisch, aber wir verstanden uns auch so. Die Japaner sind so lieb und Bemühen sich mit vollem Einsatz mit uns zu kommunizieren. Wir erfuhren, dass es dort ein ganz spezielles mehr Gänge Menü mit den verschiedensten Zubereitungsarten mit Austern gibt, roh, gekocht, gebraten, frittiert, mit leckeren Beilagen. Natürlich haben wir uns dafür entschieden und es war unheimlich lecker, dazu gab es ein Kiwi-Ingwer Getränk. Leider wissen wir den Namen des Restaurants nicht mehr, wir haben es auf Google Maps leider nicht mehr gefunden, vom Aussehen her könnte es das Arashi gewesen sein. Nach dem Essen fielen wir kugelrund und müde ins Bett.

Tag 2 Hiroshima

Zu Fuß ging es an diesem Tag zum Hiroshima Friedensmuseum. Eine absolute Empfehlung, wenn man einmal in Japan ist. Ein intensives und bewegendes Erlebnis, das einen die Katastrophe des Atombombenangriffs von 1945 hautnah erleben lässt. Dort gibt es Animationen, Fotos, Gegenstände und Geschichten der Betroffenen. Wenn man mehr wissen möchte, stehen in jedem Raum Mitarbeiter, die einem gerne Fragen beantworten. Angrenzend an das Museum findet man auf der einen Seite die Gates of Peace und auf der anderen Seite den Friedenspark mit seinen zahlreichen Monumenten, Statuen und Gedenksteine, dem Friedensfeuer und Friedensdenkmal, das einzige Gebäude, welches nicht während der Aufbauphase abgerissen wurde. In seinem unveränderten Zustand belassen erinnert es an die Schrecken des Angriffs. In einer Parallelstraße zum Park findet man die Markierung des Hypozentrums der Atombombe.

Nach einem bewegenden Tag fanden wir ein Restaurant, in dem es die berühmten Okonomiyaki gibt. Eine kunstvoll angerichtetes und geschichtetes Omelette mit Gemüse, Käse und speziellen Soßen, ist sehr lecker und ein berühmtes Gericht Japans. Die Original Hiroshima Variante ist mit Bonito Flocken, die in Japan den Namen tanzende Fischflocken tragen, da sie hauchdünn geschnitten sind und sich bei warmen Gerichten im Wasserdampf hin und her bewegen. Der Bonito Fisch ist ein Verwandter des Thunfischs. Auf den Tischen waren heiße Platten, auf denen die Speisen warmgehalten wurden.

 

Tag 3 Hijiyama Park, Hiroshima Castle, Shrines und Gärten

Am nächsten Tag sind wir zu Fuß in den Hijiyama Park, das ist ein höher gelegener Park mit schönen Aussichtsplattformen, vielen Kirschblüten, Statuen und wenn man möchte noch Museen und einem Millitär Friedhof. Wir hatten zuvor ein paar Onigiri gekauft, das sind mit verschiedensten Sachen gefüllte, dreieckig geformte, japanische Reisbällchen. Diese aßen wir in dem Park mit tollem Panoramablick über die Stadt. Anschließend sind wir am Kyobashi River entlanggelaufen, unser Ziel war das Hiroshima Castle. Auf dem Weg entdeckten zufällig den Shukkei-en, ein Historischer Garten mit großem Teich, Teehäusern und Kirschblüten.

Er liegt direkt am Enko River und ist wirklich mit Liebe zum Detail angelegt. Im Teich schwammen viele Kois, die man Füttern durfte. Weiter ging es zum Hiroshima Castle. Es ist umgeben von einem Burggraben mit Wasser und vielen Kois, für die man Futter kaufen konnte. Auf dem Gelände findet man Ruinen des Militärs und im Hiroshima Castle selbst befindet sich ein Geschichtsmuseum. Von ganz oben hat man eine tolle Aussicht über die Stadt. Auf dem Gelände gibt es zudem noch den Shinto Shrine „Hiroshima Gokoku-jinja“. Hier beobachteten wir einen Tourguide, wie er erklärt, in welchen Schritten und Reihenfolgen man sich am Becken traditionell die Hände mit Wasser übergießt und hinterher alles sauber hinterlässt, bevor man den Shrine betritt und dort etwas anfasst. Für uns ging es danach weiter durch den Central Park, dort gibt es in süßen Schlangenlinien angeordnete Bachläufe. Dort in der Nähe fanden wir durch Zufall einen sehr kleinen Park mit traditionellen Gebäuden. Da es mittlerweile bereits dämmerte machten wir uns auf den Weg und liefen über den Friedenspark zurück und haben in der Nähe unseres Hotels noch etwas gegessen.

Tag 4 Anreise Kyoto

Wir machten uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg zum Shinkansen, damit ging es durch die Präfektur Hiroshima nach Kyoto. Wir sind an zwei Stationen ausgestiegen, haben unser Gepäck am Bahnhof in Schließfächer gepackt und die Orte entdeckt.

  1. Stopp in Fukuyama (bitte nicht mit Fukushima verwechseln😉)

Direkt am Bahnhof muss man nur einmal über die Straße, eine Treppe hoch und steht mitten im Fukuyama Castle Park. Hier findet man eine Reihe an Sehenswürdigkeiten, umringt von zahlreichen Kirschblüten. Die Schloss Fukuyama ist schneeweiß mit einem Museum innen und einer Aussichtsplattform oben. Eines der schönsten Schlösser auf unserer Reise durch Japan, wie wir finden. Ein Stück hinter dem Schloss findet man den Sanzoinari Shrine, diesen kann man kostenlos besichtigen. Zudem gibt es hier noch das Hiroshima Prefecture Historical Museum und das Fukuyama Art Museum, alles verbunden durch schöne Grünanlagen.

  1. Stopp in Okayama

Für Okayama haben wir uns entschieden, da wir auf der Karte eine ganz tolle Burg, mit der riesengroßen und wunderschönen Gartenanlage Koraku-en, entdeckt haben. Zum Park läuft man vom Bahnhof aus nur 30min. Es handelt sich um einen aus dem 18. Jahrhundert wiederhergestellten Garten mit Teichen, Tempeln, Shrines, Kleinen Brückchen, traditionellen Tee Häusern, Restaurants und dem Okayama Prefectural Museum. Man läuft über eine Brücke, überquert den Ashahi River und kommt so zur Burg Okayama inmitten des Ujo Parks aus dem 16. Jahrhundert. An der Brücke gibt es sogar einen Tretbootverleih, der hatte bei unserem Besuch am Abend leider schon geschlossen. Wirklich eine Sehenswürdigkeit, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Wir haben nicht in einem der Restaurants zu Abend gegessen, sondern uns vorher Sushi To Go geholt und auf einer Parkbank gegessen.

Tag 5 Tagesausflug Nara Park

Etwa eine Stunde Zugfahrt (im JR Pass inklusive) von Kyoto entfernt liegt Nara, eine der ältesten Städte in Japan. Dort gibt es den berühmten Nara Park mit Tempeln, einem Museum, Botanischen Gärten, Teiche und das Beste: Sikahirsche überall. Schon vom Bus aus konnten wir sie sehen, auf einem großen Platz direkt an der Straße. Man kann Deer Cookies kaufen und die freilaufenden Tiere füttern. Die Tiere sind so an die Menschen und Straßen gewöhnt, dass sie sich sogar an den Straßen stehen bleiben und erst über die Straßen gehen, wenn die Autos stehen bleiben. Viele Tiere verbeugen sich sogar als Dankeschön für das Futter, das sieht wirklich sehr süß aus. Sie sind zutraulich und gierig. Wenn man Glück hat, lassen sie sich sogar streicheln. Hier haben wir trotz Regen einen ganz tollen Tag verbracht, wir lassen mal ein paar Fotos für sich sprechen. Auf jeden Fall als Tagesausflug sehr zu empfehlen.

Tag 6 Nijo Castle, Bamboo Forest

An diesem Tag ging es für uns in den Kaiserpalast Nijo Castle. Dort angekommen zieht man eine Nummer und wird dann zur Führung aufgerufen. Ein toller Palast mit vielen ganz unterschiedlichen Bauten und einer schönen Gartenanlage, jedoch ist der Ort sehr überlaufen und voll mit Touristen. Kein Wunder, denn es ist auch eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Kyoto. Wir hatten genug von Menschen und nahmen uns ein Taxi nach Arashiyama, das liegt Richtung Westen, am Rande der Stadt. Dort angekommen fanden wir ein kleines, aber feines Burger Restaurant, in dem es leckere schwarze Aktivkohle Burger mit Pommes gab. Wir lieben asiatisches Essen über alles, aber nach 12 Tagen hatten wir mal Lust auf etwas anderes. Der eigentliche Grund in diese Gegend zu kommen war der Bambuswald. Wirklich atemberaubend da durchzulaufen und zu bestaunen, wie hoch er gewachsen ist. Ein kleiner Tipp ist hier, sehr früh hinzugehen, da sich dort Unmengen an Touristen tummeln. Wir warteten bis es dunkel wurde, um ein paar Langzeitbelichtungen auszuprobieren. Anschließen liefen wir noch am Kimono Forest vorbei, wo es viele beleuchtete Säulen gibt, in denen bunte Kymonostoffe zu sehen waren. Wir blieben nur kurz, da wir das Instagram Gepose dort nicht länger ertragen haben. Durch Zufall fanden wir ein Restaurant, in dem man Hot Pot mit zwei verschiedenen Brühen und dazu sämtliche Beilagen bestellen kann. Alle 10 Minuten konnte man mit einem Tablet etwas nachbestellen. Als Nachtisch gab es Eis und Taiyaki, ein japanisches Gebäck in Form eines Fisches mit einer süßen Paste aus Bohnen. Wir haben uns so „überfressen“, dass wir uns entschieden haben einen Verdauungsspaziergang Richtung Hotel zu machen. Darauf wurden entspannte 2,5 Stunden, wir sind durch die Dunkelheit quer durch die Stadt gelaufen. Dabei haben wir festgestellt, wie sicher man sich in Japan fühlt und wie sauber alles ist. Sogar kleine Mädchen waren um 22 Uhr noch mit dem Fahrrad unterwegs. Japan ist eines der sichersten Länder der Welt und hat eine sehr niedrige Kriminalitätsrate. Es kommt kaum zu Diebstählen, auch abendliche Spaziergänge als Mann oder Frau sind bedenkenlos möglich. Wachsam sollte man trotzdem immer sein.

Tag 7 Anreise Tokio, Ameya-Yokocho Markt, Shibuya

Nach einem entspannten Frühstück ging es für uns weiter nach Tokio. Vom Shinkansen aus, konnte man während der Fahrt den Anblick des wohl berühmtesten Vulkan Japans bestaunen, Mount Fuji. An der Tokio Station angekommen, sind wir einmal umgestiegen, um unser Hotel zu erreichen. Hierfür mussten wir nichts extra zahlen, sondern konnten den JR Pass nutzen. Beim Aussteigen sahen wir an unserer Station Ueno den Markt Ameya-Yokocho und haben entschieden die großen Rucksäcke ins Hotel zu bringen und anschließend darüber zu schlendern. Unsere Zimmer waren noch nicht fertig, aber wir konnten das Gepäck dort unbesorgt stehen lassen. Auf dem Markt gab es alles was das Herz begehrt: Restaurants, Souvenirs, Kleidung und mehr. Wir bekamen Hunger und fanden ein Restaurant, mit ausschließlich japanischem Menu, hier gab es Takoyaki, das sind knusprige Tintenfischkugeln, die in einer besonderen Pfanne zu Kugel geformt und gebraten werden. Diese werden mit diversen Soßen und Toppings gereicht, wir fanden sie unheimlich lecker. Anschließend hat Denise an einem Stand für 3 Euro eine neue Kappe gekauft, da sie ihre in Nara verloren hatte. Nachmittags machten wir uns auf den Weg zur Shibuya Crossing, wo Tag und Nacht das Leben pulsiert.

Zu Stoßzeiten gehen hier bis zu 15.000 Menschen gleichzeitig über die Staße, nicht nur gerade, sondern auch diagonal. Wenn man dort über die Straße geht, muss man aufpassen sich im Getümmel nicht zu verlieren. Dort findet man außerdem die Hatchiko Statue, des Hundes Hatchi, der 9 Jahre lang am Bahnhof auf die Rückkehr seines, auf der Arbeit verstorbenen Herrchens, gewartet hat. Hier haben wir einen japanischen Freund von Andre getroffen, mit ihm zu Mittag gegessen und waren gemeinsam in einem so genannten Hunde Café. Wir haben uns vorher zu wenig informiert und ein Café erwartet, in denen wir einen Kuchen essen, einen Kaffee trinken können und dabei ein paar Hunde der Besitzer in den Ecken liegen und schlafen. Es gab weder Tische, Stühle, noch Kaffee, man saß in einem kleinen Raum auf dem Boden. Wir haben es danach bereut, sowas unterstützt zu haben. Die Hunde haben keinerlei Rückzugsorte und werden permanent auf den Schoß der Gäste gesetzt. Hunde sollten mindestens 16 Stunden am Tag schlafen. Wir hatten sie auf dem Schoß und haben uns so wenig wie möglich bewegt, damit die Hunde wenigstens ein wenig entspannen konnten. So ein Leben macht sie ehrlich nur krank. Genau wie ein Eulen Kaffee, das wir am selben Abend besucht haben. Online wird es ganz anders präsentiert. Bitte macht nicht den gleichen Fehlen und informiert euch besser als wir. Es ist pure Tierquälerei. Hier ebenfalls keine Stühle, Tische, oder Getränke. Stattdessen ein stinkender Raum im Dachgeschoss eines Reihenhauses, und ca. 20 Eulen angekettet an Sitzstangen, überall Kot und grelles Licht. An dem Abend gab es das erste japanische Sushi für uns. Die Maki und Nigiri waren größer als aus Deutschland gewohnt und es wurde mit sehr viel Wasabi zubereitet.

Tag 8 Tagesausflug Vulkan Fuji

Für diesen Tag buchten wir bereits von zuhause, eine Tagestour zum Fuji. Wir waren extra pünktlich am Treffpunkt vor einem Hoteleingang und fanden einfach keinen Bus oder andere Touristen. 10 min vor der eigentlichen Abfahrt, bin ich in das Hotel gelaufen und habe gefragt ob wir hier richtig sind. Da meinte sie, nein es gibt noch ein zweites Hotel, das so heißt, es liegt etwa 20min Fußweg von hier entfernt. Wir nahmen uns so schnell es geht ein Taxi, der Fahrer wusste allerdings nicht wirklich, wo wir hin wollten. Also sind wir wieder ausgestiegen und gerannt wie noch nie zuvor…. In der letzten Sekunde haben wir den Bus tatsächlich erreicht. Unsere Reiseleiterin viele interessante Dinge über Japan und die Japaner, z.B wieso hier alles so sauber ist. In der Schule müssen die Kinder die Klassenzimmer, Flure, Toiletten, bereits selbst putzen. Somit wissen sie wie viel Arbeit es macht, halten es möglichst sauber und nehmen ihren Abfall mit nach Hause. Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter, zu 80 Prozent der Fälle, ist der Gipfel mit Wolken bedeckt, bei uns war die Aussicht klar und kein Wölkchen zu sehen. Mount Fuji hat mehrere Stationen, die man besichtigen kann oder von denen man Wanderungen beginnen kann. Wir hatten relativ viel Schnee auf dem Gipfel, daher konnten wir nur bis zur 4. Station fahren. Dort waren wir ein paar Minuten zum Fotos machen, die Aussicht auf den Gipfel war leider ein wenig durch ein paar Bäume verdeckt.

Der Ausblick auf den Fuji vom Hinweg, war ehrlich gesagt beeindruckender, als auf der Station selbst. Als Nächstes fuhren wir auf einer Fähre einmal quer über den Ashi See, am anderen Ufer ging es mit einer Seilbahn auf einen Gipfel mit einer 360 Grad Aussicht über die Umgebung und Mount Fuji. Leider war bei unserem Besuch der komplette Gipfel nebelverhangen. Als wir die letzten oben waren, weil alle schon zurückgerufen wurden, hatten wir einen kleinen Moment, etwa 10 Sekunden, in dem der Nebel, genau in Richtung Fuji aufklarte. Danach machten wir einen Stopp in einem speziellen Restaurant für die Tour Gäste. Das Essen war nichts Besonderes, wir aßen an einer riesigen Tafel, zusammen mit den 50 anderen Leuten unserer Tour.

Tag 9 Teamlab Planets Tokio, Karaoke

Wir kauften uns ein paar Onigri zum Frühstück und machten uns auf den Weg zu teamLab Planets Tokio, sodass wir kurz vor Öffnung ankamen. Dort kaufen wir uns am Automaten ein Ticket für je 26 Euro und standen vielleicht eine halbe Stunde in der Schlange an. TeamLab Planets ist ein Museum, in dem man durch Wasser läuft und jeder Raum ein eigenes Kunstwerk mit atemberaubenden Lichtspielen und Musik darstellt. Da man mitten drin ist, verschmilzt der eigene Körper mit dem Kunstwerk, wirklich ein wahres Erlebnis für alle Sinne. Wir waren absolut fasziniert von den Installationen. Wenn wir wieder nach Tokio kommen, werden wir dieses Museum ein zweites Mal besuchen, sie wechseln ständig die Themen, daher wird jedes Erlebnis ein ganz Neues sein. Am Nachmittag verabredeten wir uns mit zwei japanischen Freundinnen von Denise und die amerikanische Freundin der Hochzeit. Gemeinsam probierten wir Sake und diversen Tee, aßen Ramen und gingen in eine typisch japanischen Karaoke Bar. Auf dem Heimweg liefen wir noch am Gozilla Square vorbei, dort ist eine beleuchtete Gozilla Satue zu sehen. Das war unser letzter Abend in Tokio, jetzt hieß es packen und weiter nach Peking.

PS: Was du in Japan unbedingt probieren musst falls du grünen Tee magst sind Snacks, die mit Matcha, ein Pulver aus gesundem grünem Tee verfeinert wurden. Die Japaner verwenden es in Tee, Eiscreme, Kuchen, Gebäck, als Matcha-Latte, als Füllung diverser Speisen, in Schokolade, es gibt z.B ein grünes KitKat.

Newsletter

Hier kannst du dich direkt in unseren Newsletter eintragen, wodurch du neue Updates zur Finanziellen Freiheit, Reiseberichte, Empfehlungen, allgemeine Neuigkeiten, persönliche Gedanken und mehr, direkt in dein E-Mail Postfach!

Copyright

© 2021 Invest in Happiness​