Reisebericht

Korea

Vorwort:

Die Planung unserer 17 tägigen Reise beginnt mit der Einladung zu einer Hochzeit nach Daegu, die viertgrößte Stadt Südkoreas. Eine von Denise besten Freundinnen ist Koreanerin und heiratet dort ihren amerikanischen Freund. Wie Ihr euch vermutlich schon denken könnt, wird es eine sehr internationale Feier. Darüber aber später mehr. Wir verglichen Flüge von Frankfurt am Main nach Daegu (1200Euro) und Seoul (720Euro), schnell ist der Entschluss gefasst nach Seoul zu fliegen, da wir mehrere Hundert Euro sparen und gleichzeitig noch die Hauptstadt entdecken können. Dabei ist zu erwähnen, dass wir einen Gabelflug von FRA nach Seoul und von Tokio, über Peking zurück nach Frankfurt gewählt haben. Bei unseren Unterkünften achten immer besonders auf die Lage, da wir am liebsten die Sehenswürdigkeiten zu Fuß anschauen und eine gute Anbindung zu den Öffentlichen Verkehrsmitteln bevorzugen. Da wir meist über AirBnb oder Booking.com buchen, zahlen wir im Schnitt auch nicht so viel für eine Nacht. Wir lassen uns immer gerne vorab von unserer Hausbank Bargeld wechseln, so haben wir es auch hier gemacht und uns pro Person 300 Euro in Won wechseln lassen, das kann man natürlich auch am Flughafen machen.

Anreise Seoul:

Nach ca. 11 Stunden Flug sind wir nachmittags in Seoul gelandet. Da wir kein teures Geld für ein Taxi ausgeben möchten sind wir auf eine Busverbindung (9 Euro) in die Innenstadt gestoßen. Der Bus ist groß, mit sehr gemütlichen Sitzen und viel Beinfreiheit ausgestattet. Denise konnte ein bisschen Schlaf nachholen und Andre beobachtet die vielen Passanten, Geschäfte und Wolkenkratzer. Allgemein lässt sich sagen, dass die Koreaner ein Volk mit Stil sind, sehr gut gekleidet, zurecht gemacht, die meisten in Business Outfits und hohen Schuhen. Wusstest du, dass viele koreanische Mädchen zum 18. Geburtstag eine Nasen OP von den Eltern geschenkt bekommen? Quelle hierfür ist meine Freundin, die dort geboren und aufgewachsen ist. Die Koreaner achten sehr auf das Äußere, die Werbung zeigt, für uns Westliche, eher kindlich wirkende Frauen und Männer mit blasser Haut, kleiner Nase und sehr schmalen Kinn. All diese Eigenschaften gelten dort als Schönheitsideal. Die Busfahrt dauerte länger als gedacht, da der internationale Flughafen von Seoul sehr weit außerhalb, auf einer eigens dafür angelegten Insel, liegt. Wir kamen nach knappen 3 Stunden Fahrt an unserer Station an und liefen, mit unseren Backpacks auf dem Rücken und Tagesrucksäcken vorne, wie zwei Schildkröten zum Hotel Icon (35 Euro pro Nacht). Eingecheckt haben wir schnell und der Hunger wurde in einem um die Ecke gefundenen, winzig kleinen, Restaurant mit einer leckeren koreanischen Suppe gestillt. Danach kauften wir in einem kleinen 7Eleven Getränke und Verpflegung für den nächsten Tag ein, da ein großer Ausflug in den Norden, an die Grenze, geplant ist. Ganz kurz wollten wir uns noch die Dachterrasse und den Ausblick des Hotels ansehen, es war mittlerweile schon dunkel und etwas kalt und dann ging es für uns ins Bett.

Tag 1 DMZ

Wir haben vorab für diesen Tag einen Tagesausflug (ca. 6h und 40 Euro pro Person) in die Demiliarisierte Zone zwischen Süd- und Nordkorea, gebucht. In dieses Gebiet darf man als Tourist, ohne Führung und Guide, gar nicht rein.  Die Tour haben wir vorab über Tripadvisor gebucht und wurden von direkt am Hotel mit einem Minivan abgeholt und dann zu einem Reisebus gebracht. Wir besichtigten als erstes den Imjingak Park, von dem aus man die Freedom Bridge und einen beschossenen Güterzug sehen konnte. Anschließend ging es weiter in den 3. Infiltrationstunnel, man bekam Helme, da die Decke recht tief ist, konnte sehr weit hineingehen und am Ende zur nordkoreanischen Seite und deren Guckloch schauen. Die Tunnel sind auch mit einer Bewegungssensorik ausgestattet, wodurch Südkorea merken würde, wenn jemand von Nordkorea durch den Tunnel kommen würde. Danach ging es weiter zum Dora Observatorium, von dessen Aussichtsplattform man mit Fernrohren nach Nordkorea blicken konnte. Der nächste Stopp war der bereits fertig gestellten, aber nicht eröffnete, Bahnhof Dorasan, mit direkter Zugverbindung nach Pjöngjang und ein beeindruckender Modellbau des Unification Village.

Die Tour ist wirklich sehr zu empfehlen, allerdings könnten sie sich den letzten Stopp in dem Giseng Zentrum sparen. Hier wollten sie uns nur Sachen andrehen, da die Gisengwurzel dort als Allheilmittel gilt, zur Pflege in Kosmetikprodukte, als Medizin oder auch trinkbar als Tee. Eine Teeprobe gab es gratis dazu, uns hatte es nicht geschmeckt, obwohl wir absolute Teeliebhaber sind. Gut für den Geldbeutel, sonst hätten wir wahrscheinlich etwas gekauft. Zurück in Seoul wollten wir unbedingt auf einen Food Market, da wir essen, vor allem Asiatisches, lieben.

Also besuchten wir den Gwangsang Market, nicht weit von unserem Hotel. Hier erlebt man Kultur, exotisches Essen, gegrillt, gekocht oder roh. Viele Menschen tummeln sich hier, sitzen gemütlich zusammen, genießen die kulinarische Vielfalt und unterhalten sich. Wir wollten als erstes etwas probieren, das wir noch nie zuvor gegessen hatten. Wir liefen einmal über den Markt und die Wahl fiel auf einen Fisch, der aussieht wie er heißt: Penisfisch. Wir dachten er wird schön zubereitet, doch leider wurde er aus dem Wasser geholt, die Innereien entfernt, ausgewaschen und in Stücke geschnitten, dazu gab es einen Rettichsalat und Sesamöl. Wir gehen jetzt nicht näher auf den Geschmack ein, aber wir haben nach 2 Stückchen aufgehört und hatten für heute genug von Experimenten. Danach gab es leckere Gemüse- und Kimchi-Dumplings in einer Suppe mit handgemachten Nudeln und extra Kimchi dazu. Gut gesättigt machten wir uns auf den Rückweg ins Hotel.

Tag 2 Seoul

Heute stand Sightseeing auf dem Programm. Fußläufig erreichten wir schnell den Changdeokgung Palast, ein UNESCO Weltkulturerbe, er ist einer von fünf noch erhaltenen Königspalästen aus der Joseon-Dynastie. Hier begegnete man vielen Touristen in traditionellen Koreanischen Kleidern, da man diese dort ganz in der Nähe für ein paar Stunden ausleihen kann. Wir genossen die Zeit dort, schlenderten umher und machten schöne Fotos von den traditionellen Bauten und Kirschblüten. Der nächste Einlass zum angelegten Garten wäre erst in 2 Stunden möglich gewesen. Leider war unsere Zeit in Seoul sehr begrenzt, daher entschieden wir uns dagegen, der Garten soll aber ebenfalls sehr schön sein. Man kann dort auch eine geführte Tour buchen, wenn man das möchte.

Wir wurden langsam hungrig und fanden ganz in der Nähe ein Restaurant, da gabs für uns ein beliebtes koreanisches Gericht: Bibimbap, es wird mit Reis und verschiedenen Gemüsesorten, etwas Rindfleisch oder Tofu, einem rohen oder gebratenen Ei und Gochujang , eine scharfe koreanische Gewürzpaste, zubereitet. Alle Zutaten sind getrennt voneinander auf dem Teller und man kann selbst entscheiden wie viel von der scharfen Soße man reinmachen möchte. Gut gestärkt machten wir einen Verdauungsspaziergang über das Gwanghwamun Gate und vorbei an den Statuen von King Sejong und Statue von Admiral Yi Yun Shin, bis zum Seoul Plaza. Dort fanden wir den „I Seoul you“ Schriftzug und sahen auf der anderen Straßenseite ein Gate zu einem Traditionellen Park, genannt Deoksugung Palace mit traditionellen Gebäuden und Kirschblüten. Wir sahen eine Reihe an traditionell gekleideten Männern, die Musik machten und in Richtung Ausgang marschierten. Die Gäste wurden gebeten rauszugehen und ein Bereich vor dem Gate wurde abgesperrt. Es folgte eine traditionelle Aufführung mit bunten Gewändern. Das Beste findet man doch meist durch Zufall.

Als nächsten machten wir uns auf den Weg in Richtung Sungnyemun Gate, ein traditionelles Gate von Wolkenkratzern und Straßen umgeben, das den wunderbaren Kontrast von Tradition zu Moderne widerspiegelt. Von dort aus war es nicht weit zum Shopping- und Partydistrict Myeong-dong. Aus allen Ecken hört man Musik, und man ist umringt von Geschäften und Cafés. Hier tummelten sich Menschen mit vielen Einkaufstüten und Menschen in Katzenkostüm die Werbung für das Katzencafé machten. Leider sind wir allergisch und konnten da nicht rein. Auf dem in der Nähe liegenden Namdaemun Market haben wir uns an verschiedenen Ecken kleine Gerichte gekauft, darunter waren Sachen wie Fishcake und Dumplings mit verschiedenen Füllungen, die zuvor live für uns zubereitet wurden. Besonders gut schmeckten uns die Dumplings mit roter Bohnenpaste, die sind schön süßlich, so kennen wir Europäer die roten Bohnen gar nicht. Nach dem Essen ging es zu Fuß zurück ins Hotel, so langsam kommt die Aufregung, da es morgen weiter zur Hochzeit nach Daegu geht. Gerne hätten wir noch das Dorf Bukchon Hanok mit seinen traditionellen Häusern gesehen, aber dafür war die Zeit leider zu knapp, das kommt beim nächsten Besuch.

Tag 3 Anreise Daegu

Heute haben wir ausgeschlafen, ausgecheckt und entspannt gefrühstückt. Mit der Bahn ging es weiter zur Seoul Station und von hier aus mit dem Zug etwa 300km in den Süden bis nach Daegu. Wir haben uns für den günstigeren Zug entschieden, der braucht allerdings auch 4 Stunden anstatt 2, allerdings haben wir hier keinen Stress, müssen nicht umsteigen, wie bei der anderen Verbindung und er kostet uns nur 12 statt 25 Euro. Eine schöne Möglichkeit etwas vom Land zu sehen und die Entfernung zu spüren, finden wir. Mal ein wenig Sitzen nach dem vielen Laufen finden wir gar nicht so verkehrt. Mit der Dämmerung erreichen wir Daegu Station, von hier aus ging es nochmal etwa 30min mit dem Taxi raus aus der Stadt zu der Hochzeitslocation unserer Freundin. Da Google Maps in Südkorea nicht funktioniert und der Ort mit den Öffentlichen schwer zu erreichen ist, bestand sie darauf ein Taxi für uns zu bestellen. Wir wurden herzlichst begrüßt und haben uns wahnsinnig gefreut sie nach einem Jahr wieder zu sehen. Kurz nach uns kamen drei weitere Internationale Freunde von Denise an, es war der Wahsinn, sie nach ganzen 5 Jahren wieder in die Arme schließen zu können. In unserer kleinen Ferienwohnung für 4 Personen erwartete uns mehrere drei Liter Flaschen Bier (wie es sich für Deutsche Besucher gehört haha) und diverse Packungen Fried Chicken vom Lieferdienst. Wir verbrachten einen tollen Abend mit Erzählungen über die letzten Jahre und rollten spät Abends müde und zufrieden unsere Futonbetten auf dem Boden aus. Die Fahrt, Verpflegung für die nächsten Zwei Tage und zwei Übernachtungen wurden für uns bezahlt, daher ist Südkorea in der Auflistung so günstig.

Tag 4 Die Hochzeit – Der Kulturschock

Der Tag begann ganz entspannt mit einem selbstgemachten Frühstück, bei dem wir ganz traditionell auf dem Boden saßen. Wir machten uns schick, wie es sich für eine Hochzeit gehört, auch für Backpacker, angemessene Kleidung. Wir haben vorher eine spezielle Packtechnik angeschaut, womit wir auch Sakko, Hemd, Anzughose, Krawatte, Hosenanzug und schicke Schuhe im Backpack faltenfrei mitnehmen konnten. Um 10 Uhr wurden wir von einem schön geschmückten Bus abgeholt und zur Location gefahren. Die Hochzeit fand in einem edlen Saal in einem Hotel statt, in dem sich bereits viele Gäste anderer Hochzeiten tummelten. Wir erfuhren, dass die Hochzeiten hier wie am Fließband stattfinden und von der Halle in der wir uns befanden mehrere Säle abgingen, daher auch das hektische Durcheinander der vielen Gäste. In einem hellen Nebenraum sahen wir sie, unsere Freundin, wie eine Prinzessin sah sie aus in ihrem weißen Kleid.

 Gemeinsam mit ihrem Bräutigam machten sie Fotos machen mit der Fotografin. Wir wurden nacheinander gerufen um gemeinsam Fotos zu machen. Alles verlief leider sehr hektisch, die Braut konnte in ihrem eng geschnürten Kleid kaum atmen sagte sie uns, aber es musste so bleiben für die Fotos. Jetzt durften wir den Saal betreten. Runde Tische links und rechts, schön geschmückt, ein erhöhter Mittelgang, erinnert an einen Model Laufsteg. Ganz vorne ein lackweises Podium und dahinter eine Rückwand mit Glitzerstreifen. Links und rechts verzierte Sessel für die jeweiligen Eltern des Paars. Wir saßen ganz vorne, was für eine Ehre. Nun ging es los und das Licht ging aus. Plötzlich begaann eine Lasershow wie in einer Fernsehshow/Festival mit passender Musik, ich war ja so aufgeregt. Der Bräutigam läuft nach vorne, doch Moment wer läuft da hinter ihm? Ein Mann packte ihm am Sakko und zog ihn nach hinten, da er scheinbar ein paar Sekunden zu früh los gelaufen ist. Seltsam. Jetzt darf er doch noch nach vorne laufen. Anschließend liefen die Mütter des Brautpaares Seite an Seite nach vorne, zünden je eine Kerze, dabei wurden sie von Assistentinnen unterstützt, an und setzen sich. Musikwechsel und Spotlight auf eine Tür. Die Tür geht auf und da steht die Baut und läuft zum Steg, harkt sich bei ihrem Vater ein und sie laufen Gemeinsam nach vorne. Die Zeremonie wurde auf Englisch und Koreanisch abgehalten, die Treue Schwüre ebenso. Besonders emotional war das traditionelle Verbeugen und Umarmen der Brauteltern, nach dem Ringtausch.

 

Leider war die Stimmung ein wenig gestört durch ständige Unterbrechungen von zwei Assistentinnen und der Fotografin, sie Korrigierten ununterbrochen das Brautpaar, das Kleid, die Positionen. Sogar als eine Sängerin für die beiden sang, unterbrach die Fotografin die Stimmung durch Handzeichen zum Paar, dass sie sich noch ein wenig drehen sollen. Unmöglich. Anschließend ging das Licht wieder an und die Familie trat nach vorne zum Fotos machen, danach kamen die Freunde. Nun stand das Brautstraußwerfen an, das läuft in Südkorea ganz anders ab, als wir es kennen. Wir wurden viele Wochen vorher gefragt, wer denn den Strauß fangen möchte, denn das wird vorab festgelegt. Dann erfolgt 3x Werfen auf Kommando der Fotografin. Das wars. Nach der Zeremonie kamen wir in einen anderen Saal mit einem großen Buffet und konnten endlich dem Brautpaar gratulieren. Hier erfuhren wir, dass nicht nur wir 50 Gäste im Saal bei der Hochzeit dabei waren, sondern 300 weitere sie auf Leinwand verfolgt haben. Meine Freundin meinte, sie kenne keinen Einzigen davon, das seien alles Bekannte ihrer Eltern. Sie meinte die kamen nur wegen dem kostenlosen Essen. Bei der Feier danach waren nur die engsten Freunde dabei. Abends gab es speziell eingelegte gegrillte Steaks mit vielen leckeren selbstgemachten Beilagen, Salaten und als Nachtisch natürlich eine Hochzeitstorte, die ich gemeinsam mit der Braut und zwei Freundinnen mit Perlen dekorieren durfte. Zu trinken gab es reichlich Soju, eine Spirituose aus Korea, die wird aus Reis hergestellt wird.

Tag 5 Anreise Busan

Am nächsten Morgen trafen wir uns erst Mittags zu einem gemeinsamen Essen in einem traditionellen Restaurant, in dem man bei der Herstellung der Nudeln, die in Handarbeit ganz lang gezogen werden, zusehen. Am Nachmittag machten wir noch einen Abstecher in die Wohnung des Brautpaares, damit wir den von ihnen geretteten Kater kennenlernen konnten. Nach einem leckeren Matcha Latte aus dem eigenen Café und entspannten Gesprächen, machten wir uns gemeinsam mit zwei Mädels, mit denen wir uns auf der Hochzeit angefreundet haben, auf den Weg zur Dongdaegu Station nach Busan (40min,15Euro). Wir erreichten den Bahnhof Busan am späten Nachmittag und hatten nur 3 Minuten Fußweg zu unserem AirBnB Appartement, mit einem traumhaften Ausblick über den Hafen von Busan (35 Euro/Nacht). Am Abend gab es Original Korean BBQ, dabei wird ein einen Tischgrill verwendet, die Sachen werden vor deinen Augen kurz gebraten und von einer Bedienung gedreht, dazu gibt es unzählige leckere Beilagen.

Tag 6 Busan Sightseeing

Mit der Bahn erreichten wir das Gamcheon Culture Village, man muss zwar erstmal so ca. 20min bergauf laufen und immer nach kleinen bunten Häuschen als Wegweiser Ausschau halten, aber der Weg lohnt sich wirklich. Das Dorf besteht aus unzähligen bunt bemalten Häusern und erinnerte uns an Burano in Italien. Wir schlenderten durch die Gassen, bewunderten den Ausblick auf den Hafen, und besuchten ein kleines kostenloses Museum der Stadt. Es gibt, Hier und da, kleine Geschäfte, teils mit Souvenirs oder Snacks. Wir probierten wir zum erstem Mal Kimchi Pfannkuchen. Auf jeden Fall zu empfehlen. Wer es noch nicht weiß: Kimchi ist das Nationalgericht Koreas. Fermentierter Chinakohl mit Chiliflocken, sehr lecker, super gesund und wirklich nicht so scharf wie man denkt. Am Rande der Stadt, abseits der Touristen Gegend entdeckten wir kleine Gärten und liefen einen süßen Pfad entlang. Von hier hatten wir einen unglaublichen Blick auf die Stadt und das Meer. Wir haben das Mal grob für euch auf die Karte von Google Maps eingezeichnet.

Am Nachmittag entschieden wir uns zu viert ein Taxi in den Westen von nach Oryudoko zu teilen und den Costal Walk von Orykdo nach Igidae zu machen. Den können wir euch wirklich sehr ans Herz legen, man läuft direkt am Meer entlang über Pfade, kleine Brückchen, Bachläufe, mehrere Aussichtsplattformen und am Ende sieht man die Skyline von Busan. Die zwei Mädels, die mit uns unterwegs waren, hatten leider die falschen Schuhe an, daher mussten wir den Walk vorzeitig abbrechen. Wir beide wollten ihn eigentlich bis zum Ende laufen, aber halb so schlimm.

Am Abend ging es für uns zu einem Geheimtipp unserer koreanischen Freundin, wo es laut ihrer Aussage das Weltbeste Hühnchen gibt. Sie hat uns eine koreanische Notiz mitgegeben und um es zu finden sollten wir den Zettel Leuten auf der Straße zeigen und sie nach der Richtung fragen. Jeder Einzelne kannte das Restaurant, das war schon ein wenig aufregend. Nachdem wir über eine Stunde von einer Ecke zur Nächsten gelotst wurden und schon fast aufgegeben hatten, fanden wir es in einer Seitenstraße des Gukje Markets. Wir mussten einen Moment vorne warten, da es voll besetzt war mit Einheimischen, eigentlich ein gutes Zeichen. Es gab auch nur ein einziges Gericht, und zwar eine riesige Schüssel mit frittiertem Hühnchen und Soße dazu. Da wir generell kein Fan von frittierten Sachen sind, war es uns ehrlich gesagt zu viel Panade und zu fettig, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Mit vollen Bäuchen machten wir uns auf dem Rückweg in das AirBnb.

Tag 7 Gukje Market

Für diesen Tag hatten wir uns entschieden ganz entspannt über den Gukje Market zu schlendern, dieser zieht sich über viele kleine Straßen und Gässchen, hier gibt es alles was das Herz begehrt, angefangen bei Gewürzen, Textilien, Taschen, Restaurants und frische Lebensmitteln. Achja, unserem Penisfisch sind wir auch wieder begegnet. Als wir ihn bei einem Fischhändler entdeckten und darauf zeigten, um unseren Freunden die Story zu erzählten, schnappte sich der Verkäufer einen davon, lachte laut los und spritzte damit in unsere Richtung, wie mit einer Wasserspritzpistole. Der arme Fisch und es sah aus als würde er pinkeln. Danke, jetzt hatten wir ein doppeltes Trauma! Abends ging es für uns noch weiter zum BIFF Square, hier sieht man ähnlich wie am Walk of Fame koreanische Stars in Messingplattformen und Handabdrücken verewigt. Wer in dieses Viertel kommt kann außerdem beim Jagalchi Market, Busans größtem Fischmarkt, vorbeischauen. Es gibt zudem viele kleine Naschstände, unser Ziel war aber ein VR Game, das wir am Tag vorher reserviert hatten. Leider hing ein Zettel an der Tür, dass sie kurzfristig früher schließen mussten, wir sollen es doch am nächsten Tag nochmal probieren. Gute Idee, aber da waren wir schon auf dem Weg nach Japan. Wir verabschiedeten uns am späten Abend von unseren neugewonnenen Freundinnen und verabredeten uns für ein Wiedersehen in Tokio in einer Woche.

 

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