Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Das Kinderdepot- Fürs Kind Geld anlegen – Alles was du wissen musst!

Das Kinderdepot – Alles was du hierüber wissen musst

Alle Eltern wollen ihren Schützlingen den finanziellen Einstieg ins Leben erleichtern und bestmöglich für sie (vor-) sorgen.

Ein attraktives Pendant zum etwas in die Jahre gekommenen Sparbuch bietet das Kinderdepot: Hier kannst du als Elternteil für dein Kind in ETFs, Aktien oder Rohstoffe investieren und so Geld ansparen.

Welche Vor- und Nachteile ein solches Kinderdepot bietet und worauf hinsichtlich der rechtlichen und steuerlichen Bestimmungen zu achten ist, liest du in diesem Blogbeitrag.

Was ist ein Kinderdepot?

Bei einem Kinderdepot handelt es sich um ein Wertpapierdepot, auf dem du als Elternteil Geld für dein Kind anlegst. Es werden also regelmäßige Beiträge auf das Depot deines Kindes eingezahlt, diese Einzahlungen summieren sich und werden bestenfalls durch gute Renditen und den Zinseszinseffekt noch größer.

Die Spardauer hängt davon ab, wann du mit dem Investieren beginnst. Entscheidest du dich direkt nach der Geburt für die Eröffnung eines Depots, so beträgt die Anlagedauer 18 Jahre, also bis zur Volljährigkeit deines Kindes.

Diese lange Zeit gewährt dir mehr Sicherheit hinsichtlich der Rendite. Wertschwankungen, die sich immer mal wieder ergeben können, werden im Laufe der Jahre wieder ausgeglichen.

Gerade bei ETF Sparplänen, die als langfristige Investition angelegt sind, eignet sich dieser Zeitraum besonders gut, um ein umfangreiches finanzielles Polster für dein Kind zu ermöglichen. Ein gutes Kinderdepot zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es kostenlos ist, niedrige Gebühren für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren hat und ein vielfältiges Portfolio bietet.

Wozu investieren?

Der Aktienmarkt bietet im Vergleich zu anderen Anlageformen gute bis sehr gute Renditechancen: Beim Investieren in (die richtigen) Wertpapiere, können mehrere Prozent Wertzuwachs pro Jahr durchaus realistisch sein, während Festgeld- oder Tageskonten kaum attraktive Zinsen bieten.

Nichtsdestotrotz ist das Investieren in Aktien und Co. mit einem höheren Risiko verbunden, welches sich aber durch mehrere Faktoren senken lässt: Einerseits gleicht die bereits erwähnte lange Anlagedauer Wertschwankungen gut aus, andererseits kannst du selbst bestimmen, worin du investierst und dein Geld entsprechend breiter streuen (diversifizieren). Hinsichtlich der Sicherheit bietet es sich an, eher in börsengehandelte Indexfons (Exchange Traded Funds, kurz: ETFs) zu investieren als ausschließlich in Einzelaktien (nichts für Anfänger!).

Um einen umfangreichen Ertrag für dein Kind ansparen zu können, sollte bei der Wahl der Investition auf eine gute Verzinsung bzw. Rendite geachtet werden. Bei der Wahl des richtigen ETF sollte sich (auch) für einen entschieden werden, der den globalen Aktienmarkt abdeckt und/oder ausgeschüttete Dividenden wieder anlegt, damit dein Kind von dem Zinseszinseffekt profitieren kann.

An dieser Stelle sei noch einmal betont, dass wir keine Anlageberatung leisten, sondern nur öffentlich zugängliche Informationen aufbereiten und unsere persönlichen Erfahrungen mit dir teilen.

How-to: Kinderdepot einrichten

Ein Depot für dein Kind einzurichten ist, neben dem Zusammensuchen von ein paar Dokumenten, recht unkompliziert.

Nachdem du dich für einen Anbieter entschieden hast (einen Vergleich findest du unten), kannst du im Grunde schon loslegen. Welche Dokumente du im Einzelnen brauchst, hängt natürlich von der ausgewählten Bank ab und sollte im Vorfeld erfragt werden. Bist du alleinstehend oder nicht mit dem anderen Elternteil verheiratet, so musst du gegenüber der Bank dein Sorgerecht für das Kind belegen. Manche Banken fordern von Eheleuten auch das Vorlegen ihrer Heiratsurkunde.

Weiter benötigst du deine sowie die Steuer-ID deines Kindes. Das Finanzamt schickt dir diese in der Regel drei Monate nach der Geburt zu. Hinzukommen die „typischen“ Dokumente wie ein Personalausweis oder alternativ Reisepass, insbesondere wenn du selbst (noch) kein Kunde bei dem Anbieter bist. Manche Banken verlangen, dass die Kopie der Geburtsurkunde notariell beglaubigt wird, häufig ist jedoch schon eine einfache Kopie ausreichend.

Sind alle Dokumente beisammen werden diese mit dem entsprechenden Antrag für die Eröffnung des Kinderdepots an den Anbieter geschickt. Wichtig: Alle gesetzlichen Vertreter (nach § 1629 Abs. 1 BGB die Eltern des Kindes) müssen die Unterlagen unterschreiben. Sind zwei voll geschäftsfähige Elternteile vorhanden, reicht die Unterschrift eines Teils nicht aus.

Bevor du mit dem Anlegen des Geldes beginnst, solltest du dich fragen, ob regelmäßig „kleinere“ Beträge auf das Depot eingezahlt werden sollen oder ob du dich für größere Einmalzahlungen entscheidest. Um hier die richtige Wahl zu treffen, müssen verschiedene, individuelle Faktoren wie deine finanzielle Situation oder ggf. wegfallende oder geringere Kaufgebühren seitens der Bank bei regelmäßigen Einzahlungen auf Sparpläne berücksichtigt werden.

Entscheidest du dich für gleichbleibende monatliche Einzahlungen ist es am bequemsten, wenn du einen Dauerauftrag von deinem Konto auf das Verrechnungskonto der Bank einrichtest.

Steuerliches & Rechtliches

Steuerliche Aspekte

Das Geld auf dem Kinderdepot gehört deinem Kind – hierfür muss es also auch Steuern zahlen. Zumindest in der Theorie. In der Praxis liegt die Grenze bis zur Steuerpflicht dank der Grundfreibeträge und diverser Pauschalen ziemlich hoch.

Zunächst ein Blick für den Fall, dass du für dein Kind im Rahmen deines eigenen Wertpapierdepots Geld anlegst: In Deutschland muss jeder private Anleger eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25% auf Kapitalerträge zahlen. Zu solchen Kapitalerträgen zählen Zinsen, Dividenden und Gewinne aus Aktien.

Um gerade bei „kleineren“ Anlegern der enormen Steuerlast entgegenzuwirken, gibt es einen Sparerpauschalbetrag, bis zu dessen Grenze die Kapitalerträge steuerfrei sind. Bei Einzelpersonen liegt dieser aktuell bei 801,- € und bei Ehepaaren bei 1.602, - €. Die Erträge, die du eigentlich für dein Kind erwirtschaftest, werden, sofern das Depot auf dich als Elternteil läuft, auf deinen Freibetrag angerechnet und je nach Höhe deiner eigenen Erträge besteht so die Gefahr, den Freibetrag zu überschreiten. Wie bereits festgestellt ist auch dein Kind verpflichtet, Steuern zu zahlen, wenn das Depot auf seinen Namen läuft. Ihm steht ebenso der Sparerpauschalbetrag in Höhe von 801,- € zu. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt zu beantragen, wenn die Kapitalerträge diese Pauschale voraussichtlich überschreiten werden. Diese Bescheinigung gilt für drei Jahre und sorgt dafür, dass die Bank keine Steuern einbehält. Sie zeigt nämlich an, dass dein Kind trotz der Überschreitung des Sparerpauschalbetrags voraussichtlich dennoch keine Einkommenssteuer zahlen muss.

Grund hier hierfür ist der Grundfreibetrag: Bleiben die Einkünfte deines Kindes unter dem Grundfreibetrag, sind diese steuerfrei. Der Grundfreibetrag liegt aktuell bei 10.347, - €. Hinzu kommt noch der Sonderausgabenpauschalbetrag in Höhe von 36,- €. Addiert man alle Freibeträge und Pauschalen, die dein Kind ausschöpfen kann, so kannst du für dein Kind jährlich Kapitalerträge von bis zu 11.184, - € steuerfrei erwirtschaften. Ein so hoher Kapitalertrag ist zwar wünschenswert, aber nicht für jeden Anleger realistisch, weshalb das Kind auch bei guten Renditen häufig von der Steuerlast befreit ist.

Ein weiterer Punkt, den Eltern vor der Eröffnung eines Kinderdepots im Blick haben sollten, sind die Regulatorien der Krankenversicherung:
Sind die Eltern gesetzlich versichert, so kann das minderjährige Kind regelmäßig beitragsfrei bei einem Elternteil mitversichert werden. Dies gilt jedoch nur dann, wenn das Kind keine oder nur geringe Einkünfte hat. Hier liegt die Einkommensgrenze des Kindes bei 470,- € monatlich und 5.640, - € jährlich. Hinzu kommt wieder der Sparerpauschalbetrag in Höhe von 801,- €. Das Kind kann also in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei mitversichert sein, solange dessen Einkommen den Betrag von 6.441, - € nicht überschreitet. Anders sieht es bei der privaten Krankenversicherung aus: Beitragsfreies Mitversichern eines Kindes ist hier ausgeschlossen, daher spielt es auch keine Rolle, ob das Kind eigene Einkünfte hat oder nicht.
Übrigens: Der Anspruch auf Kindergeld bleibt vom Einkommen deines Kindes unberührt.

Rechtliche Aspekte

Wem gehört das Geld auf dem Kinderdepot rechtlich gesehen?

Richtest du das Depot im Namen deines Sprösslings ein, so gehört das hierauf befindliche Geld ausschließlich ihm. Du selbst bist „nur“ der Verwalter des Vermögens, bis dein Kind das achtzehnte Lebensjahr erreicht hat und volljährig ist.

§ 1642 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) verpflichtet dich als gesetzlichen Vertreter deines Kindes, dessen Geld im Sinne einer wirtschaftlichen Vermögensverwaltung anzulegen. Dies soll auch vor dem Missbrauch des angelegten Geldes schützen. Sobald das Kind volljährig wird, darf es frei über das Depot verfügen, auch ohne die Zustimmung der Eltern.

Beispielberechungen

Wir haben hier ein paar Berechnungen mit verschiedenen Sparplansummen durchgeführt, welche einen Zeitraum von 18 Jahren abbilden und einen jährlichen Zinssatz von 7 %. Sieben Prozent Zinsen pro Jahr ist die durchschnittliche Rendite, an den Kapitalmärkten, der vergangenen 30 Jahre:

Dabei haben wir vier unterschiedliche Summen gewählt, die monatlich in einen ETF investiert wurden. Die Steuern und Inflation wurden, der Einfachheit halber, ignoriert. Wir sind selbst überrascht, was aus den kleinen Monatsbeiträgen am Ende wird.

Wichtig zu erwähnen ist, dass man nicht die komplette Summe selbst einzahlt, sondern durch Erträge der Investments viele Zinsen hinzukommen. Durch die langfristige Anlage, profitiert dein Kind vom Zinseszinseffekt:

Fazit

Frühzeitig Geld für den Nachwuchs mithilfe eines Kinderdepots anzulegen, birgt deutliche finanzielle Vorteile. Eltern sollten sich jedoch bewusst machen, dass – wenn das Depot auf den Namen des Kindes läuft, sie keinen Zugriff auf das Geld haben, auch wenn das Kind noch Minderjährig ist, sowie dieses mit Eintritt des 18. Lebensjahres eigenständig und frei über das Geld verfügen kann, unabhängig davon, wie reif und verantwortungsvoll das Kind in diesem Alter ist.

Dieses „persönliche Risiko“ sollten Eltern bei der Wahl der Anlage stets bedenken. Wie immer beim Investieren gilt auch hier, dass sich Anleger ausführlich mit dem Thema auseinandersetzen sollten, bevor sie „blind“ Geld investieren.

Beginnt man früh genug für die finanzielle Zukunft seiner Kinder vorzusorgen, profitiert man in jedem Fall von der langen Anlagedauer sowie der entsprechenden Rendite und kann seinem Kind den Einstieg in „das richtige Leben“ zumindest finanziell erleichtern.

Kinderdepot - Vergleich

Bitte Handy drehen, um die komplette Tabelle zu sehen.

Bank Comdirect ING Consorsbank  

 Depotgebühren 

Keine, bei mind. einer quartalsweisen Sparplan-ausführung

Ansonsten 1,95€/Monat

Keine Keine  

Besparbare ETFs

900 800 1000  

Besparbare Aktien

400 580 580  

Sparplangebühren

0 € bei 150 Top Preis ETFs

1,5 % pro Sparplanrate bei allen anderen ETFs und Aktien

0 € bei ETFs

1,75% pro Sparplanrate bei Aktien

0 € bei 370 ETFs)

1,5 % pro Sparplanrate bei allen anderen ETFs und Aktien

 

Mindestsparplanrate

25 € 1 € 10 €  
         
         

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand August 2022
Quelle Vergleich: eigene Recherche aus Bankendokumenten und deren Websites

*Affiliate Links, das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn du diesen Link zur Depoteröffnung nutzt und du hast keinerlei Mehrkosten. Damit würdest du unsere Arbeit unterstützen, wir danken dir.

In welchen ETF sollte ich für mein Kind investieren?

Du hast dir bereits unser E-Book "Dein ETF Fundament" oder unser Webinar angeschaut? Nein? Dann lerne die ersten Schritte kennen, um mit ETFs kinderleicht und bequem passiv Vermögen aufzubauen:

Lerne mehr über ETFs in unserem kostenlosen E-Book :

Lieber unser Webinar ansehen anstatt das E-Book zu lesen?

Wähle einen Termin, der dir am besten passt.

Die Teilnahme kostet dich keinen Cent.

Du wünschst dir persönliche Unterstützung?

Gehe den Weg mit uns gemeinsam!

Starte in 4 Wochen mit ETFs durch und
sorge für dich und deine Familie vor.

Beitrag Teilen:

Facebook
Email

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Copyright

© 2022 Invest in Happiness

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Die Entlastungspakete 2022 im Detail

Die Entlastungspakete 2022 –
Wie du als Verbraucher hiervon profitierst

Ob beim Lebensmitteleinkauf, beim Tanken oder mit Blick auf die kommende Energiekostenabrechnung:

Viele Menschen haben berechtigterweise das Gefühl, dass vieles teurer wird und stehen vor der Frage, wie lange sich ihr aktueller Lebensstandard noch finanzieren lässt.

Grund hierfür sind vor allem die enorm hohen Energiepreise, die nicht zuletzt der Krieg Russlands gegen die Ukraine bedingt:

Die Preise für Gas, Strom, Heizöl, Benzin und Diesel sind deutlich gestiegen. Um hier effektiv entgegenzuwirken und die finanzielle Belastung gerade für private Haushalte aber auch für Unternehmen abzufedern, hat die Bundesregierung Maßnahmen zur Entlastung und sozialer Unterstützung auf den Weg gebracht. Dahinter steht der Versuch, unbürokratisch schnelle und für die Bürger spürbare Entlastungen zu schaffen.

Was diese Entlastungspakete genau beinhalten und wie du als Verbraucher hiervon profitierst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Was beinhalten die Entlastungspakete?

Die Maßnahmen der Bundesregierungen sind in zwei Pakete aufgeteilt. In der folgenden Aufstellung erklären wir dir den Inhalt dieser Entlastungspakete und inwieweit sie auch dir zugutekommen.

Das Erste Entlastungspaket:

1) Wegfall der EEG-Umlage

Die EEG-Umlage entfällt ab dem 01.07.2022. Doch was heißt das? Durch die EEG-Umlage wird der Ausbau erneuerbarer Energien finanziert. Die Umlage muss grundsätzlich von allen Stromverbrauchern gezahlt werden und ist im Strompreis enthalten. Derzeit beträgt die EEG-Umlage beträgt 3,72 Cent pro Kilowattstunde, die nun im Zuge des Entlastungspakets wegfallen. Hierdurch werden Verbraucherinnen und Verbrauchern um insgesamt 6,6 Mrd. € in Puncto Stromkosten entlastet. Übrigens: Die EEG-Umlage soll 2023 im Zuge der großen EEG-Novelle ganz abgeschafft und ausschließlich über den Bundeshaushalt finanziert werden.



2) Heizkostenzuschuss

Dieser Zuschuss ist einmalig und richtet sich insbesondere an geringer Verdienende. Wer Wohnungsgeld bezieht erhält einen Zuschuss von 270,- €, bei einem 2-Personen Haushalt 350,- € und für jede weitere Person jeweils 70,- €. Azubis und Studierende, die Bafög beziehen, erhalten wiederum 230,- €.



3) Die Arbeitnehmerpauschale steigt um 200,- €

Rückwirkend zum Jahresanfang (01.01.2022) erhöht sich die Arbeitnehmerpauschale auf insgesamt 1.200, - €. Hierbei handelt es sich um die Werbungskosten: Zu diesen zählen alle Ausgaben, die dir als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer für deine Tätigkeit entstehen und die du von der Steuer absetzen kannst. Da es sich bei den Werbungskosten um einen Pauschalbetrag handelt, können diese auch dann geltend gemacht werden, wenn sie gar nicht angefallen sind. Sinn dahinter ist es, deine Steuerlast als Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer zu senken. Der Betrag wird in der Lohnabrechnung direkt vom Brutto abgezogen, weiteres Handeln deinerseits ist nicht notwendig.



4) Der Grundfreibetrag wird um 363,- € erhöht

Der Grundfreibetrag beschreibt den Anteil deines Einkommens, auf den keine Steuern anfallen. Durch das Anheben des Freibetrags steigt dieser von 9.984, - € auf nunmehr 10.347, - €. Auch dies gilt rückwirkend zum Jahresbeginn.



5) Entlastung für Pendler

Die Entfernungspauschale für Fernpendler und die Mobilitätsprämie steigen angesichts der hohen Spritpreise auf 0,38 €. Die Pendlerpauschale, wie sie vielen eher bekannt ist, greift ab dem 21. Kilometer. Bis zum 20. Kilometer beträgt sie 0,30 €. Gemessen wird die einfache Wegstrecke zu deinem Arbeitsplatz, hier muss die kürzeste Straßenverbindung gewählt werden.

Das Zweite Entlastungspaket

Das sog. Energie-Entlastungspaket soll, wie der Name bereits verrät, insbesondere den hohe Energiekosten entgegentreten. Folgende Maßnahmen sind enthalten:



1) Die Energiepreispauschale


Eine einmalige Energiepreispauschale in Höhe von 300,- € wird für alle einkommenssteuerpflichtigen Erwerbstätigen ausgeschüttet. Der Betrag soll von den Arbeitgebern an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlt werden, diese holen sich das Geld wiederum vom Staat zurück.

Auch Selbstständige und Freiberufler zahlen Einkommenssteuer und profitieren somit ebenfalls von der Energiepreispauschale. Hier wird die Auszahlung über die Kürzung der Einkommensteuervorauszahlung abgewickelt. Bei den 300,- € handelt es sich jedoch um einen Brutto-Betrag, der wiederum steuerpflichtig ist. Allerdings ist die Pauschale sozialabgabenfrei.

Kritik an der Energiepauschale wird mit Blick auf die Entlastung von Rentnerinnen und Rentnern laut: Durch die Kopplung an die Lohnabrechnung können diese – außer sie sind selbstständig tätig – nicht von dem Betrag profitieren.

Wer ist eigentlich alles einkommenssteuerpflichtig?

Es gilt zwischen den beschränkt und unbeschränkt Einkommenssteuerpflichtigen zu unterscheiden:

Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb Deutschlands haben aber inländische Einkünfte erzielen, müssen diese versteuern und sind beschränkt steuerpflichtig.

Dahingegen unterliegen alle Einkünfte solcher Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, der Steuerpflicht – unbeschränkt. Dies gilt für Angestellte genauso wie für Selbstständige.



2) Der Tankrabatt

Die Energiesteuer für Kraftstoffe wird vom 01.Juni 2022 bis zum 31.August 2022, also für insgesamt drei Monate, gesenkt. Konkret bedeutet das, dass sich der Energiesteuerzusatz für Benzin um 29,55 Cent pro Liter und für Dieselkraftstoff um 14,04 Cent pro Liter verringert. Außerdem entfällt teils noch die Mehrwertsteuer des bereits abgesenkten Teils der Energiesteuer.



3) Kinderbonus in Höhe von 100,- € pro Kind

Um den einmaligen Kinderbonus zu erhalten, brauchst du keinen Antrag zu stellen, denn dieser wird automatisch zu dem Kindergeld addiert und ausgezahlt. Außerdem ist der Bonus zwar steuerfrei, wird allerdings auf den Kinderfreibetrag angerechnet.



4) Einmalzahlung für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen

Der Zuschuss in Höhe von 200,- € erfolgt ebenfalls, ohne dass ein Antrag gestellt werden muss, und wird vom Jobcenter eigenständig überwiesen. Den Empfängern steht es frei, wofür sie den Betrag nutzen wollen.



5) Einmalzahlung für Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld 1 in Höhe von 100,- €.



6) Das 9-Euro Ticket

Dieses ist von Juni bis August gültig und gilt für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. Die Nutzung des Fernverkehrs (also dem ICE, IC oder EC) allein mit dem 9-Euro Ticket ist jedoch ausgeschlossen. Das Ticket muss monatlich erworben werden.

Fazit

Für Verbraucherinnen und Verbraucher haben die Entlastungspakete insbesondere den Vorteil, dass diese keinen aktiven Beitrag leisten müssen, um die Zuschüsse zu empfangen bzw. von den Maßnahmen zu profitieren. Behördengänge oder das Stellen von Anträgen sind daher nicht notwendig. Zwar decken die Maßnahmen ein breites Spektrum von Menschen ab (Nutzer des öffentlichen Verkehrs, Sozialleistungsempfänger, Auszubildende etc.), dennoch kommt nicht jeder Zuschuss auch bei allen an: Hierbei sind vorrangig die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland oder auch nicht erwerbstätige Studierende, die keinen Anspruch auf Bafög haben, zu erwähnen. Auch dass die Energiepreispauschale nicht steuerfrei an die Bürger weitergegeben wird, stößt auf Kritik. Dennoch sind die beschlossenen Maßnahmen in der Lage, vielen Bürgerinnen und Bürgern in dieser finanziell fordernden Zeit zu helfen, auch wenn sie kein „Allheilmittel“ darstellen und der Anstieg der Lebenshaltungskosten weiterhin für viele spürbar bleibt.

Beitrag Teilen:

Facebook
Email

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Die Entlastungspakete 2022 – Wie du als Verbraucher hiervon profitierst

Ob beim Lebensmitteleinkauf, beim Tanken oder mit Blick auf die kommende Energiekostenabrechnung:

Viele Menschen haben berechtigterweise das Gefühl, dass vieles teurer wird und stehen vor der Frage, wie lange sich ihr aktueller Lebensstandard noch finanzieren lässt.

Grund hierfür sind vor allem die enorm hohen Energiepreise, die nicht zuletzt der Krieg Russlands gegen die Ukraine bedingt:

Die Preise für Gas, Strom, Heizöl, Benzin und Diesel sind deutlich gestiegen. Um hier effektiv entgegenzuwirken und die finanzielle Belastung gerade für private Haushalte aber auch für Unternehmen abzufedern, hat die Bundesregierung Maßnahmen zur Entlastung und sozialer Unterstützung auf den Weg gebracht. Dahinter steht der Versuch, unbürokratisch schnelle und für die Bürger spürbare Entlastungen zu schaffen.

Was diese Entlastungspakete genau beinhalten und wie du als Verbraucher hiervon profitierst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Was beinhalten die Entlastungspakete?

Die Maßnahmen der Bundesregierungen sind in zwei Pakete aufgeteilt. In der folgenden Aufstellung erklären wir dir den Inhalt dieser Entlastungspakete und inwieweit sie auch dir zugutekommen. Das Erste Entlastungspaket:

Das Erste Entlastungspaket:

1) Wegfall der EEG-Umlage

Die EEG-Umlage entfällt ab dem 01.07.2022. Doch was heißt das? Durch die EEG-Umlage wird der Ausbau erneuerbarer Energien finanziert. Die Umlage muss grundsätzlich von allen Stromverbrauchern gezahlt werden und ist im Strompreis enthalten. Derzeit beträgt die EEG-Umlage beträgt 3,72 Cent pro Kilowattstunde, die nun im Zuge des Entlastungspakets wegfallen. Hierdurch werden Verbraucherinnen und Verbrauchern um insgesamt 6,6 Mrd. € in Puncto Stromkosten entlastet. Übrigens: Die EEG-Umlage soll 2023 im Zuge der großen EEG-Novelle ganz abgeschafft und ausschließlich über den Bundeshaushalt finanziert werden.



2) Heizkostenzuschuss

Dieser Zuschuss ist einmalig und richtet sich insbesondere an geringer Verdienende. Wer Wohnungsgeld bezieht erhält einen Zuschuss von 270,- €, bei einem 2-Personen Haushalt 350,- € und für jede weitere Person jeweils 70,- €. Azubis und Studierende, die Bafög beziehen, erhalten wiederum 230,- €.



3) Die Arbeitnehmerpauschale steigt um 200,- €

Rückwirkend zum Jahresanfang (01.01.2022) erhöht sich die Arbeitnehmerpauschale auf insgesamt 1.200, - €. Hierbei handelt es sich um die Werbungskosten: Zu diesen zählen alle Ausgaben, die dir als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer für deine Tätigkeit entstehen und die du von der Steuer absetzen kannst. Da es sich bei den Werbungskosten um einen Pauschalbetrag handelt, können diese auch dann geltend gemacht werden, wenn sie gar nicht angefallen sind. Sinn dahinter ist es, deine Steuerlast als Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer zu senken. Der Betrag wird in der Lohnabrechnung direkt vom Brutto abgezogen, weiteres Handeln deinerseits ist nicht notwendig.



4) Der Grundfreibetrag wird um 363,- € erhöht

Der Grundfreibetrag beschreibt den Anteil deines Einkommens, auf den keine Steuern anfallen. Durch das Anheben des Freibetrags steigt dieser von 9.984, - € auf nunmehr 10.347, - €. Auch dies gilt rückwirkend zum Jahresbeginn.



5) Entlastung für Pendler

Die Entfernungspauschale für Fernpendler und die Mobilitätsprämie steigen angesichts der hohen Spritpreise auf 0,38 €. Die Pendlerpauschale, wie sie vielen eher bekannt ist, greift ab dem 21. Kilometer. Bis zum 20. Kilometer beträgt sie 0,30 €. Gemessen wird die einfache Wegstrecke zu deinem Arbeitsplatz, hier muss die kürzeste Straßenverbindung gewählt werden.

Das Zweite Entlastungspaket

Das sog. Energie-Entlastungspaket soll, wie der Name bereits verrät, insbesondere den hohe Energiekosten entgegentreten. Folgende Maßnahmen sind enthalten:



1) Die Energiepreispauschale


Eine einmalige Energiepreispauschale in Höhe von 300,- € wird für alle einkommenssteuerpflichtigen Erwerbstätigen ausgeschüttet. Der Betrag soll von den Arbeitgebern an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlt werden, diese holen sich das Geld wiederum vom Staat zurück. Ein Antrag auf Auszahlung des Zuschusses ist nicht nötig. Auch Selbstständige und Freiberufler zahlen Einkommenssteuer und profitieren somit ebenfalls von der Energiepreispauschale. Hier wird die Auszahlung über die Kürzung der Einkommensteuervorauszahlung abgewickelt. Bei den 300,- € handelt es sich jedoch um einen Brutto-Betrag, der wiederum steuerpflichtig ist. Allerdings ist die Pauschale sozialabgabenfrei. Kritik an der Energiepauschale wird mit Blick auf die Entlastung von Rentnerinnen und Rentnern laut: Durch die Kopplung an die Lohnabrechnung können diese – außer sie sind selbstständig tätig – nicht von dem Betrag profitieren. Wer ist eigentlich alles einkommenssteuerpflichtig? Es gilt zwischen den beschränkt und unbeschränkt Einkommenssteuerpflichtigen zu unterscheiden: Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb Deutschlands haben aber inländische Einkünfte erzielen, müssen diese versteuern und sind beschränkt steuerpflichtig. Dahingegen unterliegen alle Einkünfte solcher Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, der Steuerpflicht – unbeschränkt. Dies gilt für Angestellte genauso wie für Selbstständige.



2) Der Tankrabatt

Die Energiesteuer für Kraftstoffe wird vom 01.Juni 2022 bis zum 31.August 2022, also für insgesamt drei Monate, gesenkt. Konkret bedeutet das, dass sich der Energiesteuerzusatz für Benzin um 29,55 Cent pro Liter und für Dieselkraftstoff um 14,04 Cent pro Liter verringert. Außerdem entfällt teils noch die Mehrwertsteuer des bereits abgesenkten Teils der Energiesteuer.



3) Kinderbonus in Höhe von 100,- € pro Kind

Um den einmaligen Kinderbonus zu erhalten, brauchst du keinen Antrag zu stellen, denn dieser wird automatisch zu dem Kindergeld addiert und ausgezahlt. Außerdem ist der Bonus zwar steuerfrei, wird allerdings auf den Kinderfreibetrag angerechnet.



4) Einmalzahlung für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen

Der Zuschuss in Höhe von 200,- € erfolgt ebenfalls, ohne dass ein Antrag gestellt werden muss, und wird vom Jobcenter eigenständig überwiesen. Den Empfängern steht es frei, wofür sie den Betrag nutzen wollen.



5) Einmalzahlung für Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld 1 in Höhe von 100,- €.



6) Das 9-Euro Ticket

Dieses ist von Juni bis August gültig und gilt für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. Die Nutzung des Fernverkehrs (also dem ICE, IC oder EC) allein mit dem 9-Euro Ticket ist jedoch ausgeschlossen. Das Ticket muss monatlich erworben werden.

Fazit

Für Verbraucherinnen und Verbraucher haben die Entlastungspakete insbesondere den Vorteil, dass diese keinen aktiven Beitrag leisten müssen, um die Zuschüsse zu empfangen bzw. von den Maßnahmen zu profitieren. Behördengänge oder das Stellen von Anträgen sind daher nicht notwendig. Zwar decken die Maßnahmen ein breites Spektrum von Menschen ab (Nutzer des öffentlichen Verkehrs, Sozialleistungsempfänger, Auszubildende etc.), dennoch kommt nicht jeder Zuschuss auch bei allen an: Hierbei sind vorrangig die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland oder auch nicht erwerbstätige Studierende, die keinen Anspruch auf Bafög haben, zu erwähnen. Auch dass die Energiepreispauschale nicht steuerfrei an die Bürger weitergegeben wird, stößt auf Kritik. Dennoch sind die beschlossenen Maßnahmen in der Lage, vielen Bürgerinnen und Bürgern in dieser finanziell fordernden Zeit zu helfen, auch wenn sie kein „Allheilmittel“ darstellen und der Anstieg der Lebenshaltungskosten weiterhin für viele spürbar bleibt.

Beitrag Teilen:

Facebook
Email

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Copyright

© 2022 Invest in Happiness

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Gemeinschaftskonto Vor- & Nachteile

Deine Infos rund ums Gemeinschaftskonto

Wenn du nicht allein lebst, sondern beispielsweise mit deinem Ehepartner, Freund oder Freundin oder einem Mitbewohner den Haushalt teilst, kann das Thema Gemeinschaftskonto für euch interessant werden. Ein Gemeinschaftskonto ist, wie der Name schon verrät, ein Girokonto, dass du und dein Partner gemeinsam eröffnet und führt. Das bedeutet wiederum, dass ihr beide Zugriff auf das Konto habt und euch die gleichen Rechte und Pflichten treffen.

Übrigens: Bei den meisten Banken wird ein bereits bestehendes Konto nicht in ein Gemeinschaftskonto umgewandelt. Es muss daher von dir und deinem Partner ein neues Konto eröffnet werden. Am Ende folgt ein Gemeinschaftskontenvergleich verschiedener Banken.

Wann macht es Sinn?

Bevor ihr euch für das Eröffnen eines Gemeinschaftskontos entscheidet, solltet ihr wichtige Fragen zur Organisation eurer Finanzen klären.

Welche Verpflichtungen sollen künftig über euer Gemeinschaftskonto geregelt werden?

Sollen hiervon nur klassische Posten wie die Miete abgehen oder legt ihr euer Geld auch für andere Aktivitäten wie Urlaube oder gemeinsames Essengehen zusammen?

Bleiben die Einzelkonten bestehen oder entscheidet ihr euch ausschließlich für das gemeinschaftliche Modell?

Wieviel Geld trägt jeder Part monatlich bei?

Bevor solche Fragen nicht geklärt wurden, solltet ihr von dem Eröffnen eines Gemeinschaftskontos absehen.

Vorteile eines Gemeinschaftskontos

Habt ihr gemeinsame Kosten wie die Miete oder solche, die schwer einer Person zugeordnet werden können (wie der Lebensmitteleinkauf zum Beispiel)? Dann kann ein Gemeinschaftskonto sehr sinnvoll sein.

Die gemeinsamen Kosten werden direkt von dem Gemeinschaftskonto abgezogen, es muss also niemand ausgewählt werden, der für den Ausgleich bestimmter Rechnungen, die den gemeinsamen Haushalt betreffen, zuständig ist.

Beiträge müssen dann nicht erst untereinander ausgeglichen werden, sondern können direkt vom Gemeinschaftskonto abgehen. Außerdem habt ihr so beide den Einblick, welche Kosten euch monatlich erwarten und was bereits abgezogen wurde.

Tipps:

Haben dein Partner und du verschieden hohe Einkünfte, so könnt ihr euch entweder auf einen Betrag einigen, den jeder monatlich (am einfachsten per Dauerauftrag) auf das Gemeinschaftskonto überweist, oder ihr entscheidet euch anstelle einer genauen Summe für einen Prozentsatz des jeweiligen Einkommens. So kann auch bei einer großen Differenz der Gehälter ein fairer Beitrag von jedem Inhaber zur gemeinschaftlichen Haushaltsführung gewährleistet werden.

Um weiterhin die eigenen Rechnungen und persönlichen Kosten selbst zahlen zu können, lass am besten dein Gehalt weiterhin auf dein eigenes Konto einzahlen, von dem du dann einen Teil an das Gemeinschaftskonto überweist. Dies wird auch als Drei-Konten-Modell bezeichnet: Zwei Einzelkonten für private Bedürfnisse und ein drittes, gemeinschaftliches Konto für die gemeinsamen Finanzen.

Nachteile eines Gemeinschaftskontos

Probleme bei einem Gemeinschaftskonto können sich dann ergeben, wenn es zu einer Überziehung kommt. Denn hier haftet ihr ebenfalls gemeinschaftlich. Wenn du zwar nicht die- oder derjenige bist, der das Konto überzogen hat, so bist du dennoch als Kontoinhaber geführt und haftest (auch) für die Konsequenzen.

Bei einer Pfändung sieht es ähnlich aus: Wird das gemeinschaftliche Konto gepfändet, so ist der Anteil, den du eingezahlt hast, ebenfalls von der Pfändung betroffen.

Ein weiteres Risiko besteht im Zusammenhang mit dem Finanzamt:

Wenn über 20.000 € (dies entspricht dem Freibetrag für unverheiratete Paare, bei Ehegatten liegt dieser bei 500.000 €) auf das Gemeinschaftskonto eingehen, wird die Hälfte dessen vom Finanzamt als Schenkung an den anderen Mitinhaber betrachtet und eine Schenkungssteuer wird fällig.

Dies kannst du umgehen, indem nur das Geld für den Lebensunterhalt auf dem Gemeinschaftskonto verbleibt und du den Rest auf das Einzelkonto überweist, bestenfalls zeitnah.

Tipp:

Sobald du erste Anzeichen für eine bevorstehende Pfändung erkennst, die der zweite Kontoinhaber zu verantworten hat, solltest du dein Geld vom Gemeinschaftskonto zurück auf dein eigenes Konto überweisen. Denn ein Gemeinschaftskonto kann nicht in ein sog. P-Konto (also ein Pfändungsschutzkonto) umgewandelt werden, das geht nur bei Einzelkonten.

Das Wichtigste nochmal im Überblick

Vorteile in Kürze:

  • Klare Übersicht über die Kosten durch Einsicht für beide Parteien

  • Keine Diskussionen darüber, wer was zahlt und wer wieviel jeden Monat beiträgt

  • Liquiditätsengpässe einer Partei, die dazu führen, dass Rechnungen nicht gezahlt werden können, werden vermieden

  • Einfache Trennung zwischen fixen Kosten für den Haushalt und privaten Angelegenheiten

Nachteile in Kürze:

  • Beide Parteien haften bei Überziehung

  • Dein Beitrag auf dem Gemeinschaftskonto kann auch gepfändet werden, selbst wenn du die Pfändung nicht zu verschulden hast

  • Nicht geeignet für Parteien, bei denen die Vorstellungen zum richtigen Umgang mit Geld stark auseinanderfallen

  • Achtung vor der Schenkungssteuer beim Einzahlen hoher Beträge auf das Gemeinschaftskonto

Und-/ Oder Konto, was genau ist das?

Es gibt zwei Arten von Gemeinschaftskonten, die wir dir im folgenden Abschnitt vorstellen.

Das Oder-Konto:

Hierbei handelt es sich um das beliebteste Modell eines Gemeinschaftskontos. Bei einem Oder-Konto können beide Kontoinhaber unabhängig vom jeweils anderen über das Konto verfügen.

Das bedeutet in der Praxis:
Sowohl du als auch dein Partner oder Mitbewohner könnt eine Rechnung vom Gemeinschaftskonto überweisen oder Geld hiervon abheben. Eine vorherige Einwilligung des jeweils anderen braucht die Bank nicht. Verstirbt ein Kontoinhaber, so ist der verbliebene weiterhin verfügungsberechtigt. Dieses Modell eignet sich besonders gut im privaten Bereich, also bei Lebenspartnern, WG-Mitbewohnern oder wer auch immer sich ein Dach und die damit verbundenen Kosten teilt.

Das Und-Konto:

Das Und-Konto ist weniger gängig als das Oder-Modell, da Finanzgeschäfte ausschließlich gemeinschaftlich geführt und du nur zusammen mit dem zweiten Kontoinhaber über das Geld auf dem Konto verfügen kannst.

Das bedeutet:
Du allein hättest nicht die Möglichkeit, Geld für den monatlichen Einkauf von dem Gemeinschaftskonto abzuheben. Auch kann, wenn einer der beiden Kontoinhaber stirbt, der andere Inhaber nur zusammen mit den Erben des Verstorbenen über das Konto verfügen – was in der Praxis oft kompliziert werden kann.

Ein Vorteil des Und-Kontos liegt darin, dass das Konto nur dann gepfändet werden kann, wenn gegen beide Kontoinhaber ein Pfändungstitel vorliegt. Der Verwaltungsaufwand ist jedoch enorm hoch, weswegen Und-Konten im privaten Bereich schwer praktikabel sind und eher von Erbengemeinschaften oder Vereinen genutzt werden.

Fazit

Wie du siehst, kann ein Gemeinschaftskonto für dich und deinen Partner durchaus sinnvoll sein, soweit ihr zusammenlebt und euch über die wichtigsten Fragen bezüglich eurer finanziellen Organisation einig seid. Zu einem gemeinschaftlichen Oder-Konto, das am gängigsten ist, gehört natürlich auch eine gesunde Vertrauensbasis.

Erkennst du, dass der andere Kontoinhaber es mit den finanziellen Verpflichtungen nicht ganz so genau nimmt, solltest du dir genau überlegen, ob du mit dieser Person im Ernstfall gemeinsam haften möchtest.

Ist das Vertrauen hingegen gegeben, so ist das Gemeinschaftskonto übersichtlicher und erleichtert euch, euren gemeinsamen Haushalt finanziell zu organisieren.

Beim empfehlenswerten Drei-Konten-Modell hast du so auch die Möglichkeit, klar zu differenzieren, wieviel Geld du für gemeinsame Verpflichtungen wie Miete, Strom oder Einkäufe beisteuerst und wieviel dir für das private Vergnügen, also alldem, was auf deinem Einzelkonto bleibt, übrighast.  

Gemeinschaftskonten-Vergleich

!Bitte Handy drehen, um die Tabelle vollständig zu sehen!

Bei diesem Vergleich handelt es sich um Gemeinschaftskonten im Oder-Modell.

Bank:

Dispozins:

Monatliche Kontogebühren:

Kreditkartengebühren:

DKB

6,58 % (mit Aktivstatus*)

7,18 % (ohne Aktivstatus)

*Aktivstatus = Kunden erhalten den Aktivstatus, wenn 3 Monate in Folge und dann dauerhaft mindestens 700 € auf dem Konto eingehen.

0 €

2,49 € monatlich

ING

6,99 %

0 €

Bedingung:

Monatlicher Geldeingang von min. 700 € oder unter 28 Jahre.

Ansonsten:

Monatlich 4,90 € ab dem 3. Monat nach Kontoeröffnung.

0 €

Comdirect

6,50 %

0 €

Bedingung:

Monatlicher Geldeingang von min. 700 € oder unter 28 Jahre und in Ausbildung oder min. 3 Zahlungen über Apple/ Google Pay pro Monat getätigt.

Ansonsten:

4,90 € ab dem 7. Monat nach Kontoeröffnung.

1,90 € monatlich

Targo Bank

7,28 %

0 €

Bedingung:

Monatlicher Geldeingang von min. 600 €.

Ansonsten:

3,95€

0 €

Deutsche Bank

10,90 %

6,90 €

39 € pro Jahr

Beitrag Teilen:

Facebook
Email

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Deine Infos rund ums Gemeinschaftskonto

Wenn du nicht allein lebst, sondern beispielsweise mit deinem Ehepartner, Freund oder Freundin oder einem Mitbewohner den Haushalt teilst, kann das Thema Gemeinschaftskonto für euch interessant werden. Ein Gemeinschaftskonto ist, wie der Name schon verrät, ein Girokonto, dass du und dein Partner gemeinsam eröffnet und führt. Das bedeutet wiederum, dass ihr beide Zugriff auf das Konto habt und euch die gleichen Rechte und Pflichten treffen.

Übrigens: Bei den meisten Banken wird ein bereits bestehendes Konto nicht in ein Gemeinschaftskonto umgewandelt. Es muss daher von dir und deinem Partner ein neues Konto eröffnet werden. Am Ende folgt ein Gemeinschaftskontenvergleich verschiedener Banken.

Wann macht es Sinn?

Bevor ihr euch für das Eröffnen eines Gemeinschaftskontos entscheidet, solltet ihr wichtige Fragen zur Organisation eurer Finanzen klären.

Welche Verpflichtungen sollen künftig über euer Gemeinschaftskonto geregelt werden?

Sollen hiervon nur klassische Posten wie die Miete abgehen oder legt ihr euer Geld auch für andere Aktivitäten wie Urlaube oder gemeinsames Essengehen zusammen?

Bleiben die Einzelkonten bestehen oder entscheidet ihr euch ausschließlich für das gemeinschaftliche Modell?

Wieviel Geld trägt jeder Part monatlich bei?

Bevor solche Fragen nicht geklärt wurden, solltet ihr von dem Eröffnen eines Gemeinschaftskontos absehen.

Vorteile eines Gemeinschaftskontos

Habt ihr gemeinsame Kosten wie die Miete oder solche, die schwer einer Person zugeordnet werden können (wie der Lebensmitteleinkauf zum Beispiel)? Dann kann ein Gemeinschaftskonto sehr sinnvoll sein.

Die gemeinsamen Kosten werden direkt von dem Gemeinschaftskonto abgezogen, es muss also niemand ausgewählt werden, der für den Ausgleich bestimmter Rechnungen, die den gemeinsamen Haushalt betreffen, zuständig ist.

Beiträge müssen dann nicht erst untereinander ausgeglichen werden, sondern können direkt vom Gemeinschaftskonto abgehen. Außerdem habt
ihr so beide den Einblick, welche Kosten euch monatlich erwarten und was bereits abgezogen wurde.

Tipps:

Haben dein Partner und du verschieden hohe Einkünfte, so könnt ihr euch entweder auf einen Betrag einigen, den jeder monatlich (am einfachsten per Dauerauftrag) auf das Gemeinschaftskonto überweist, oder ihr entscheidet euch anstelle einer genauen Summe für einen Prozentsatz des jeweiligen Einkommens. So kann auch bei einer großen Differenz der Gehälter ein fairer Beitrag von jedem Inhaber zur gemeinschaftlichen Haushaltsführung gewährleistet werden.

Um weiterhin die eigenen Rechnungen und persönlichen Kosten selbst zahlen zu können, lass am besten dein Gehalt weiterhin auf dein eigenes Konto einzahlen, von dem du dann einen Teil an das Gemeinschaftskonto überweist. Dies wird auch als Drei-Konten-Modell bezeichnet: Zwei Einzelkonten für private Bedürfnisse und ein drittes, gemeinschaftliches Konto für die gemeinsamen Finanzen.

Nachteile eines Gemeinschaftskontos

Probleme bei einem Gemeinschaftskonto können sich dann ergeben, wenn es zu einer Überziehung kommt. Denn hier haftet ihr ebenfalls gemeinschaftlich. Wenn du zwar nicht die- oder derjenige bist, der das Konto überzogen hat, so bist du dennoch als Kontoinhaber geführt und haftest (auch) für die Konsequenzen.

Bei einer Pfändung sieht es ähnlich aus: Wird das gemeinschaftliche Konto gepfändet, so ist der Anteil, den du eingezahlt hast, ebenfalls von der Pfändung betroffen.

Ein weiteres Risiko besteht im Zusammenhang mit dem Finanzamt:

Wenn über 20.000 € (dies entspricht dem Freibetrag für unverheiratete Paare, bei Ehegatten liegt dieser bei 500.000 €) auf das Gemeinschaftskonto eingehen, wird die Hälfte dessen vom Finanzamt als Schenkung an den anderen Mitinhaber betrachtet und eine Schenkungssteuer wird fällig.

Dies kannst du umgehen, indem nur das Geld für den Lebensunterhalt auf dem Gemeinschaftskonto verbleibt und du den Rest auf das Einzelkonto überweist, bestenfalls zeitnah.

Tipp:

Sobald du erste Anzeichen für eine bevorstehende Pfändung erkennst, die der zweite Kontoinhaber zu verantworten hat, solltest du dein Geld vom Gemeinschaftskonto zurück auf dein eigenes Konto überweisen. Denn ein Gemeinschaftskonto kann nicht in ein sog. P-Konto (also ein Pfändungsschutzkonto) umgewandelt werden, das geht nur bei Einzelkonten.

Das Wichtigste nochmal im Überblick

Vorteile in Kürze:

  • Klare Übersicht über die Kosten durch Einsicht für beide Parteien

  • Keine Diskussionen darüber, wer was zahlt und wer wieviel jeden Monat beiträgt

  • Liquiditätsengpässe einer Partei, die dazu führen, dass Rechnungen nicht gezahlt werden können, werden vermieden

  • Einfache Trennung zwischen fixen Kosten für den Haushalt und privaten Angelegenheiten

Nachteile in Kürze:

  • Beide Parteien haften bei Überziehung

  • Dein Beitrag auf dem Gemeinschaftskonto kann auch gepfändet werden, selbst wenn du die Pfändung nicht zu verschulden hast

  • Nicht geeignet für Parteien, bei denen die Vorstellungen zum richtigen Umgang mit Geld stark auseinanderfallen

  • Achtung vor der Schenkungssteuer beim Einzahlen hoher Beträge auf das Gemeinschaftskonto

Und-/ Oder Konto, was genau ist das?

Es gibt zwei Arten von Gemeinschaftskonten, die wir dir im folgenden Abschnitt vorstellen.

Das Oder-Konto:

Hierbei handelt es sich um das beliebteste Modell eines Gemeinschaftskontos. Bei einem Oder-Konto können beide Kontoinhaber unabhängig vom jeweils anderen über das Konto verfügen.

Das bedeutet in der Praxis:
Sowohl du als auch dein Partner oder Mitbewohner könnt eine Rechnung vom Gemeinschaftskonto überweisen oder Geld hiervon abheben. Eine vorherige Einwilligung des jeweils anderen braucht die Bank nicht. Verstirbt ein Kontoinhaber, so ist der verbliebene weiterhin verfügungsberechtigt. Dieses Modell eignet sich besonders gut im privaten Bereich, also bei Lebenspartnern, WG-Mitbewohnern oder wer auch immer sich ein Dach und die damit verbundenen Kosten teilt.

Das Und-Konto:

Das Und-Konto ist weniger gängig als das Oder-Modell, da Finanzgeschäfte ausschließlich gemeinschaftlich geführt und du nur zusammen mit dem zweiten Kontoinhaber über das Geld auf dem Konto verfügen kannst.

Das bedeutet:
Du allein hättest nicht die Möglichkeit, Geld für den monatlichen Einkauf von dem Gemeinschaftskonto abzuheben. Auch kann, wenn einer der beiden Kontoinhaber stirbt, der andere Inhaber nur zusammen mit den Erben des Verstorbenen über das Konto verfügen – was in der Praxis oft kompliziert werden kann.

Ein Vorteil des Und-Kontos liegt darin, dass das Konto nur dann gepfändet werden kann, wenn gegen beide Kontoinhaber ein Pfändungstitel vorliegt. Der Verwaltungsaufwand ist jedoch enorm hoch, weswegen Und-Konten im privaten Bereich schwer praktikabel sind und eher von Erbengemeinschaften oder Vereinen genutzt werden.

Fazit

Wie du siehst, kann ein Gemeinschaftskonto für dich und deinen Partner durchaus sinnvoll sein, soweit ihr zusammenlebt und euch über die wichtigsten Fragen bezüglich eurer finanziellen Organisation einig seid. Zu einem gemeinschaftlichen Oder-Konto, das am gängigsten ist, gehört natürlich auch eine gesunde Vertrauensbasis.

Erkennst du, dass der andere Kontoinhaber es mit den finanziellen Verpflichtungen nicht ganz so genau nimmt, solltest du dir genau überlegen, ob du mit dieser Person im Ernstfall gemeinsam haften möchtest.

Ist das Vertrauen hingegen gegeben, so ist das Gemeinschaftskonto übersichtlicher und erleichtert euch, euren gemeinsamen Haushalt finanziell zu organisieren.

Beim empfehlenswerten Drei-Konten-Modell hast du so auch die Möglichkeit, klar zu differenzieren, wieviel Geld du für gemeinsame Verpflichtungen wie Miete, Strom oder Einkäufe beisteuerst und wieviel dir für das private Vergnügen, also alldem, was auf deinem Einzelkonto bleibt, übrighast.  

Gemeinschaftskontenvergleich

Bei diesem Vergleich handelt es sich um Gemeinschaftskonten im Oder-Modell.

Bank:

Dispozins:

Monatliche Kontogebühren:

Kreditkartengebühren:

DKB

6,58 % (mit Aktivstatus*)

7,18 % (ohne Aktivstatus)

*Aktivstatus = Kunden erhalten den Aktivstatus, wenn 3 Monate in Folge und dann dauerhaft mindestens 700 € auf dem Konto eingehen.

0 €

2,49 € monatlich

ING

6,99 %

0 €

Bedingung:

Monatlicher Geldeingang von min. 700 € oder unter 28 Jahre.

Ansonsten:

Monatlich 4,90 € ab dem 3. Monat nach Kontoeröffnung.

0 €

Comdirect

6,50 %

0 €

Bedingung:

Monatlicher Geldeingang von min. 700 € oder unter 28 Jahre und in Ausbildung oder min. 3 Zahlungen über Apple/ Google Pay pro Monat getätigt.

Ansonsten:

4,90 € ab dem 7. Monat nach Kontoeröffnung.

1,90 € monatlich

Targo Bank

7,28 %

0 €

Bedingung:

Monatlicher Geldeingang von min. 600 €.

Ansonsten:

3,95€

0 €

Deutsche Bank

10,90 %

6,90 €

39 € pro Jahr

Alle Angaben ohne Gewähr
Quelle: Recherche aus Bankendokumenten und deren Websites

*Affiliate Links, das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn du diesen Link zur Kontoeröffnung nutzt und du hast keinerlei Mehrkosten. Damit würdest du unsere Arbeit unterstützen, wir danken dir.

Beitrag Teilen:

Facebook
Email

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Copyright

© 2022 Invest in Happiness

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Renteninformation einfach erklärt

Die Renteninformation richtig lesen lernen

Die Deutsche Rentenversicherung verschickt die Renteninformationen, einmal pro Jahr, automatisch an alle Versicherten, die mindestens 27 Jahre alt sind und fünf Jahre Beitragszeiten erworben haben.

Heute möchten wir dir zeigen, was die ganzen Begriffe und Zahlen bedeuten.

1. Regelaltersrente & 2. Aktuelle Höhe

Die Regelaltersrente zeigt dir ab wann du in Rente gehen kannst und wie hoch deine Rente aktuell ist, die du dir bis jetzt aufgebaut hast. Mit jedem Monat, mit dem du einzahlst, erhöht sich die Rente.

3. Rentenhöhe & 4. Erwerbsminderungsrente

Diese Rente bekommst du, wenn du weiterhin die gleichen Beiträge einzahlst, bis du in Rente gehst.

Wenn du mal schwer krank werden solltest und du keinen Erwerb mehr nachgehen kannst, dann bekommst du die Erwerbsminderungsrente..

5. Rentenanpassung

Unter dem Punkt Rentenanpassung findest du Rechenbeispiele, wenn deine Rente um 1 - 2 % ansteigen würde.

6. Zusätzlicher Vorsorgebedarf

Zudem lässt sich sagen, dass die Renteninformation mit ihrer Wortwahl: "wären", "können" , "bekämen", "sollten", "kann", "ergäbe", insgesamt sehr schwammig geschrieben ist. Sogar die Deutsche Rentenversicherung rät dir im letzten Absatz zu einer zusätzlichen Absicherung.

Vielen zukünftigen Rentnern droht die Altersarmut, da sie ihrer Rentenlücke nicht auf dem Schirm haben.

Eine kleine Rechnung zur Rentenlücke:

Bei einem heutigen Bruttogehalt von 2.500 €, haben wir laut Rentenlückenrechner später einmal eine Regelaltersrente von etwa 1.486 €. Dieser Betrag hört sich zunächst ganz gut an, jedoch handelt es sich hierbei um die Bruttorente. Der Nettorentenbetrag wären gerundet 1.227 €.

https://www.smart-rechner.de/rentenluecke/rechner.php

Immer noch okay oder? Aber beachte, dass die 1.227 € in 30 Jahren nur noch 677,39 € wert sind. Der Grund hierfür sind die Inflation und der damit verbundene Kaufkraftverlust deines Geldes.

https://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php

Wie du siehst, ist es sehr wichtig zusätzlich fürs Alter vorzusorgen! Aber wie?
Eine gute Möglichkeit, deine Rentenlücke zu schließen, bieten dir z.B. ETFs.

ETFs sind:

- für jeden geeignet
- flexibel besparbar (schon ab 10 €)
- risikoarm
- kostengünstig
- renditestark

Du hast dabei keine bestimmten Vertrags­lauf­zeiten und kannst transparent einsehen in welche Unternehmen du investierst. Deine monatlichen Sparraten kannst du jederzeit aussetzen, verringern oder auch erhöhen.

Lerne mehr über ETFs in unserem kostenlosen E-Book :

Lieber unser Webinar ansehen anstatt das E-Book zu lesen?

Wähle einen Termin, der dir am besten passt.

Die Teilnahme kostet dich keinen Euro.

Disclaimer:
Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf von Wertpapieren. 

 

Beitrag Teilen:

Facebook
Email

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Die Renteninformation richtig lesen lernen

Die Deutsche Rentenversicherung verschickt die Renteninformationen, einmal pro Jahr, automatisch an alle Versicherten, die mindestens 27 Jahre alt sind und fünf Jahre Beitragszeiten erworben haben.

Heute möchten wir dir zeigen, was die ganzen Begriffe und Zahlen bedeuten.

1. Regelaltersrente
& 2. Aktuelle Höhe

Die Regelaltersrente zeigt dir ab wann du in Rente gehen kannst und wie hoch deine Rente aktuell ist, die du dir bis jetzt aufgebaut hast. Mit jedem Monat, mit dem du einzahlst, erhöht sich die Rente.

3. Rentenhöhe & 4. Erwerbsminderungsrente

Diese Rente bekommst du, wenn du weiterhin die gleichen Beiträge einzahlst, bis du in Rente gehst.

Wenn du mal schwer krank werden solltest und du keinen Erwerb mehr nachgehen kannst, dann bekommst du die Erwerbsminderungsrente..

5. Rentenanpassung

Unter dem Punkt Rentenanpassung findest du Rechenbeispiele, wenn deine Rente um 1 - 2 % ansteigen würde.

6. Zusätzlicher Vorsorgebedarf

Zudem lässt sich sagen, dass die Renteninformation mit ihrer Wortwahl: "wären", "können" , "bekämen", "sollten", "kann", "ergäbe", insgesamt sehr schwammig geschrieben ist. Sogar die Deutsche Rentenversicherung rät dir im letzten Absatz zu einer zusätzlichen Absicherung.

Vielen zukünftigen Rentnern droht die Altersarmut, da sie ihrer Rentenlücke nicht auf dem Schirm haben.

Eine kleine Rechnung zur Rentenlücke:

Bei einem heutigen Bruttogehalt von 2.500 €, haben wir laut Rentenlückenrechner später einmal eine Rente von etwa 1.486 €.

Dieser Betrag hört sich zunächst ganz gut an, jedoch handelt es sich hierbei um die Bruttorente. Der Nettorentenbetrag wären gerundet 1.227 €.

https://www.smart-rechner.de/rentenluecke/rechner.php

Immer noch okay oder? Aber beachte, dass die 1.227 € in 30 Jahren nur noch 677,39 € wert sind. Der Grund hierfür sind die Inflation und der damit verbundene Kaufkraftverlust deines Geldes.

https://www.zinsen-berechnen.de/inflationsrechner.php

Wie du siehst, ist es sehr wichtig zusätzlich fürs Alter vorzusorgen! Aber wie?
Eine gute Möglichkeit, deine Rentenlücke zu schließen, bieten dir z.B. ETFs.

ETFs sind:

- für jeden geeignet
- flexibel besparbar (schon ab 10 €)
- risikoarm
- kostengünstig
- renditestark

Du hast dabei keine bestimmten Vertrags­lauf­zeiten und kannst transparent einsehen in welche Unternehmen du investierst. Deine monatlichen Sparraten kannst du jederzeit aussetzen, verringern oder auch erhöhen.

Lerne mehr über ETFs in unserem kostenlosen E-Book:

Lieber unser Webinar ansehen anstatt das E-Book zu lesen?

Wähle einen Termin, der dir am besten passt.

Die Teilnahme kostet dich keinen Euro.

Disclaimer:
Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf von Wertpapieren. 

 

Beitrag Teilen:

Facebook
Email

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Copyright

© 2022 Invest in Happiness

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Girokonten 2022 im Vergleich

Unser drei Lieblinsbanken im Vergleich 2022

Bist du unzufrieden mit dem Service oder den Konditionen deiner Bank?

Willst du keine Kontoführungsgebühren mehr bezahlen?

Bist du es satt im Urlaub zusätzliche Gebühren zu zahlen?

Dann ist unser Girokontenvergleich genau das Richtige für dich. Wir stellen dir drei Banken vor, die unserer Meinung nach das Beste Preis- Leistungsverhältnis bieten

Bitte Handy drehen, um die komplette Tabelle zu sehen.

Bank

DKB

ING

Comdirect

 

 

Kontoführungs-gebühren

 

keine

Keine, ab 700 € Geldeingang

Keine, ab 700 € Geldeingang

 

Geld abheben (Deutschland)

Kostenlos ab 50 € mit VISA Debitkarte an allen Automaten mit VISA-Logo oder im Einzelhandel.

Mit Debitkarte: Ab 50 € an 97 % aller Geldautomaten kostenlos.

Mit girokarte kostenlos: Bis zu 200 € im Einzelhandel, ab 5 €

Mit Debitkarte (3x pro Monat kostenlos, danach 4,90€ pro Abhebung)

Mit Girokarte (so oft Geld abheben, wie man möchte, kostenlos bei Commerzbank, Deutschen Bank, HypoVereinsbank und Postbank sowie an allen teilnehmenden Shell-Tankstellen und bei über 13.000 Partnern im Einzelhandel.

 

Geld einzahlen

(Deutschland)

Gebührenfrei an DKB-Geldautomaten

1,5% auf den eingezahlten Betrag in 12.000 Partnershops in ganz Deutschland (z.B. Supermarkt)

Bei anderen Filialbanken (Gebühr je nach Entgelt der jeweiligen Bank)

Gebührenfrei bei Geldautomaten der ING, bei anderen Kreditinstituten: Entgelt durch Automatenbetreiber

Die ersten 3 Einzahlungen pro Kalenderjahr aufs Girokonto sind kostenlos, jede weitere kostet 4,90 € 

 

Zusatzkonto eröffnen

Ein zusätzliches Tagesgeldkonto kostenlos.

58,80 € pro Jahr

58,80 € pro Jahr

 

Karten

Girokarte: zubuchbar für 0,99 € pro Monat

VISA Debitkarte: kostenlos dabei

Kreditkarte zubuchbar: 2,49 € pro Monat

Girokarte: zubuchbar für 0,99 € pro Monat

VISA Debitkarte: (virtuell inklusive) physische zubuchbar einmalig 10 €

Kreditkarte: keine Info gefunden

Girokarte: kostenlos dabei

Debitkarte: kostenlos dabei

Kreditkarte: zubuchbar für 1,90 € pro Monat

 

Mobil bezahlen

GooglePay & ApplePay

GooglePay & ApplePay

GooglePay & ApplePay

 

Kontowechsel-service

Ja, kostenlos

Ja, kostenlos

Ja, kostenlos

 

Gebühren im Ausland

Eurowährung

Geld abheben: kostenlos

Bezahlen: kostenlos

 

 

 

Fremdwährung Weltweit

(ab 700 € monatlichem Geldeingand)

Geld abheben: kostenlos

Bezahlen: kostenlos

Eurowährung

Geld abheben:
kostenlos, ggf. zuzüglich Entgelt Geldautomaten-betreibers. Mindestabhebebetrag 50 €. 

Bezahlen: kostenlos

 

 

Fremdwährung
Weltweit

 

Geld abheben: 1,99% Entgelt auf den Betrag, ggf. zuzüglich Entgelt Geldautomatenbetreiber

Bezahlen: 1,99% Entgelt auf den Betrag

Eurowährung

Geld abheben
Girokarte: kostenlos

Bezahlen:
Debit & Girokarte:
Kostenlos

 

Fremdwährung
Weltweit:

Geld abheben:

Debitkarte: 3 Auszahlungen kostenlos, weitere: 4,90 €

Bezahlen: Mit Kreditkarte kostenlos

 

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand April 2022
Quelle: eigene Recherche aus Bankendokumenten und deren Websites

*Affiliate Links, das bedeutet, wir bekommen eine kleine Provision, wenn du diesen Link zur Kontoeröffnung nutzt und du hast keinerlei Mehrkosten. Damit würdest du unsere Arbeit unterstützen, wir danken dir.

Beitrag Teilen:

Facebook
Email

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Copyright

© 2022 Invest in Happiness

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Pump and Dump

Pump & Dump einfach erklärt

Wie läuft so etwas ab?

Pump – Phase = Der Kurs wird künstlich in die Höhe getrieben

Zuvor investieren die Drahtzieher in Anlageklassen wie Aktien (meist Pennystocks-Wertpapiere im Cent-Bereich), Kryptowährungen usw. und starten ihre Verbreitung von Fehlinformationen. Unerfahrene und meist auch jüngere Anleger/innen springen dann auf diesen Zug mit auf und investieren ebenfalls, weil sie IHRE große Chance sehen, gute Gewinne zu machen.

Dump – Phase = Die Initiatoren verkaufen all ihre Anteile

Nachdem diese Wertpapiere ausreichend gestiegen sind, steigen die Drahtzieher wieder aus dem Markt aus und streichen somit satte Gewinne ein. Durch den Ausstieg fallen die Kurse rasch, was zu mehr Verkäufen (Panikverkäufe) und schließlich Verlusten bei den Anleger/innen führt. Wer hier zu spät rauskommt, verliert nicht selten sein gesamtes eingesetztes Kapital.

Hier ein kleines Beispiel, wie so etwas aussieht

Einer dieser Pump and Dumps wurde letztes Jahr mit der „Windeln.de“ Aktie gemacht.

Quelle: Guidants, eigene Recherche.

Die typischen Sätze, die dabei gerne verwendet werden:

– Insider deckt auf!

– Unabhängige Experten

– +230 % Kursgewinn erwartet!

– Diese Aktie hat das 1.000 % Potential!

– heißer Anlagetipp!

– uvm.

Fazit

Lasst euch nicht von solchen Betrügereien verunsichern und fallt vorallem nicht auf diese rein. Wenn etwas zu schön klingt um wahr zu sein, ist es in der Regel einfach nur Betrug. Legt euer Geld in qualitative Wertpapiere an und jagt nicht irgendwelchen Trends hinterher.

Disclaimer:
Keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf von Wertpapieren.

 

Beitrag Teilen:

Facebook
Email

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Folge uns auf Social Media

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Finanzen

Steuern sparen

Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

Weiterlesen »
Reisen

Frugalismus und Reisen

Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

Weiterlesen »
Finanzen

Mehrkontenmodell

Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

Weiterlesen »

Copyright

© 2022 Invest in Happiness

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Steuern sparen

Zahlreiche Tipps, um effektiv
Steuern zu sparen.

Alle Jahre wieder kommt das Thema Steuererklärung auf. 

Wir informieren dich darüber, was sich im neuen Jahr gesetzlich für Steuerzahler ändert und
zeigen dir ein paar Kategorien, in denen du künftig das Maximum für dich herausholen kannst:

Gesetzliche Änderungen der Steuer 2022

Einkommensgrenzen steigen: Die Einkommensgrenzen für alle Steuersätze steigen im nächsten Jahr um 1,17 Prozent. Somit wird verhindert, dass Lohn- und Gehaltssteigerungen in Verbindung mit der Inflation zumindest teilweise durch eine höhere Steuerbelastung aufgezehrt würden.

Erhöhung des Grundfreibetrags:

Der Grundfreibetrag ist der Betrag, der steuerfrei bleibt. Für Ledige steigt dieser auf 9984 Euro (Plus von 240 Euro gegenüber 2021). Verheirateten stehen 19.968 Euro zu, 480 Euro mehr als bisher.

Die Beiträge, bis zu denen Steuerzahler Unterhalt für nahe Angehörige als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden können erhöhen sich im selben Umfang: maximal 9984 Euro (2021: 9744 Euro).

Verschiebung der Eckwerte des Einkommensteuertarifs nach rechts:

Somit ist der Höchstsatz von 45 Prozent erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 277.826 Euro (2021: 274.613 Euro) im Veranlagungszeitraum 2022 fällig. Der Spitzensteuersatz von aktuell 42 Prozent greift 2022 ab einem jährlich zu versteuernden Einkommen von 58.597 Euro (2021: 57.919 Euro). Er ist in dieser Höhe pro hinzuverdientem Euro zu zahlen. Ehepaare haben für das gemeinsame Einkommen die doppelten Einkommensgrenzen.

Vorsorgeaufwendungen für den Ruhestand können künftig steuerlich besser abgesetzt werden:

In 2022 gilt für die Berücksichtigung der Sonderausgaben ein Höchstbetrag von 25.639 Euro. Davon kännen im  im kommenden Jahr maximal 94 Prozent abgesetzt werden. Das heißt, dass Alleinstehende 24.101 Euro und Ehepaare 48.202 Euro steuerlich geltend machen können.

Tabaksteuer wird erhöht – und für E-Zigaretten eingeführt:

Für eine Packung mit 20 Zigaretten steigt die Tabaksteuer im Durchschnitt um zehn Cent. Ab dem 1. Juli werden erstmals auch die Substanzen für E-Zigaretten mit der Tabaksteuer besteuert – unabhängig ob die Flüssigkeiten Nikotin enthalten oder nicht. Zusätzlich wird Tabak für Wasserpfeifen mit einer Zusatzsteuer belegt und damit der Filterzigarette gleichgestellt.

Rentenbesteuerungserhöhung:

Der steuerpflichtige Rentenanteil erhöht sich 2022 von 81 auf 82 Prozent. Also bleiben nur noch 18 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente steuerfrei. Das gilt für Rentnerjahrgänge, die 2022 neu hinzukommen. Bei Bestandsrenten bleibt der festgesetzte steuerfreie Rentenbetrag bestehen.

Anhebung der Sachbezugsfreigrenze von  44 auf monatlich auf 50 Euro:

Die Freigrenze gilt für Sachzuwendungen an Arbeitnehmer – bspw. für Gutscheine, die monatlich überlassen werden. Bis zur Freigrenze können die Zuwendungen steuerfrei behandelt werden.

11 Kategorien, in denen du Kosten clever absetzen kannst:

Beiträge für die private Kranken- und Pflegeversicherung

Seit 2020 kannst Du Vorauszahlungen zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung bis zum dreifachen Jahresbetrag absetzen. Damit hast du die Möglichkeit, dass Du noch im laufenden Jahr, deine Steuerlast für die Jahre 2021, 2022 und 2023, durch das vorauszahlen der Jahresbeträge senken kannst.

Außergewöhnliche Belastungen

Hast Du dir 2021 eine neue Brille gekauft? Prima! Hast du eine Kur oder Heilpraktiker Behandlung in Anspruch genommen oder einen Zahnersatz erhalten? Noch besser! Dann kannst du das alles unter der Rubrik „außergewöhnliche Belastungen“ geltend machen. Hast du Kinder? Dann kannst du die entsprechenden Kosten für deine Kinder ebenfalls geltend machen. Voraussetzung ist, dass die Aufwendungen müssen den „zumutbaren Eigenanteil“ überschreiten, welcher sich nach der Höhe der Einkünfte (abzüglich der Freibeträge), der Anzahl der Kinder und dem Familienstand richtet.

Spenden

Schon gewusst, dass Du alle Spenden ab 200 € steuerlich geltend machen kannst? Bis zu 20 % deiner Einkünfte (abzüglich etwaiger Freibeträge) darfst du insgesamt Spenden und voll absetzen. Mit anderen Worten: Du kannst dein zu versteuerndes Einkommen um genau die Spendensumme reduzieren und tust noch etwas Gutes für die Gesellschaft, Natur und/oder Umwelt. Wohin du dein Geld am Ende spendest, bleibt dir überlassen.

Bis zum Jahresende hast du noch Zeit, diesen Betrag auszuschöpfen. Übrige Beiträge lassen sich übrigens auf die Folgejahre vortragen. Für Spenden bis 300 € musst Du übrigens keine formale Zuwendungsbescheinigung einreichen, hier reicht lediglich ein Kontoauszug und ein Beleg der jeweiligen Organisation(en).

Für Spenden an Betroffene der Corona Krise oder den Opfern der Flutkatastrophe benötigst du ebenfalls keinen formalen Nachweis.

Coronabonus

Wusstest du, dass der Corona-Bonus deines Arbeitgebers bis zu 1.500 € steuerfrei ist? Voraussetzung hierfür ist, dass dieser eine nachweisliche Zusatzprämie ist und nicht zum regulären Gehalt gehört. Damit wird das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld ausgeschlossen. Der Corona-Bonus kann dabei auf mehrere Auszahlungen bis Ende März 2022 aufgeteilt werden. Die Summe (1.500€) darf nur einmal geltend gemacht werden.

    Haushalt

    Auch im Haushalt lassen sich wunderbar Steuern sparen, die in Verbindung mit Dienstleistungen stehen. Bis zu 20 % der angefallenen Kosten lassen sich hierbei beim Finanzamt einreichen. Dabei gelten verschiedene Höchstsummen, die es zu beachten gilt. Mit den sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen wie z.B. ambulante Pflegekräfte, Winterdienst, Gärtner, Putzhilfen, lassen sich am meisten Steuern sparen. Bis zu 4.000 € lassen sich so die persönliche Steuerlast, durch Lohnkosten, senken. Wichtig zu beachten ist der Zeitpunkt der Zahlung, nicht das Rechnungsdatum!

     

    Kleiner Tipp für Mieter: Den Winterdienst und die Hausreinigung, aus der Nebenkostenabrechnung, lässt sich ebenfalls geltend gemacht werden. Hast du zusätzlich einen Minijobber als dauerhafte Unterstützung beschäftigt, kannst von dessen Lohn bis zu 510 € steuerlich absetzen.

     

    Hattest du Handwerker im Haus? Prima, denn die angefallenen Kosten (ohne Materialkosten) kannst du ebenfalls beim Finanzamt einreichen und die Steuerzahlung um bis zu 1.200 € senken. Sind größere Arbeiten (wie z.B. das komplette Sanieren des Daches), ist es auch möglich, im alten Jahr eine Abschlagszahlung zu leisten und den Rest im kommenden Jahr zu zahlen und dementsprechend anzurechnen. 

     

    Für Eigentümer von Immobilien

     

    Eine steuerliche Förderung erhältst du, wenn du Umbaumaßnahmen, wie z.B. eine neue Heizung, neue Fenster, usw. vorgenommen hast. Auch können wieder 20 % der angefallenen Kosten (Material und Arbeitslöhne) und bis zu 40.000 Euro, über einen Zeitraum von 3 Jahren, von der Steuerlast abgezogen werden.

    Berufliches

    Seit 2021 gilt eine neue Regelung: Für die ersten 20 Kilometer können pro gefahrenem Kilometer 30 Cent abgesetzt werden. Für alle darüberhinausgehenden Kilometer können je 35 Cent abgesetzt werden. Pauschal sind bis zu 4.500 Euro absetzbar. Fahrtkosten sind die anfallenden Kosten, die bei der Fahrt zur Haupt-Arbeitsstätte entstehen.

    Wenn du ab dem 1. April aus beruflichen Gründen umziehst, kannst du dir einen Teil der Kosten durch die Steuererklärung zurückholen: mit der sogenannten Umzugskostenpauschale (Alleinstehende von 870 auf 886 Euro/Ehe- oder Lebenspartner und Kinder je 590 Euro (bislang 580 Euro) an).

    Kinder, die in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland umziehen, müssen oft Schulstoff nachholen. Bei einem als berufsbedingt anerkannten Umzug kannst du – mit Rechnungen für den Unterricht belegt – je Kind ab 1. April Nachhilfekosten bis zum Höchstbetrag von 1881 Euro (2021: 1160 Euro) in der Steuererklärung absetzen.

    Als Beschäftigter kannst du 5 Euro pro Home-Office Tag – maximal 600 Euro pro Jahr – pauschal von der Steuer absetzen, wenn du an diesem Tag nicht im Büro gearbeitet hast.

    Die Pauschale gibt es leider aktuell nicht zusätzlich zum Werbungskostenpauschbetrag von 1000 Euro jährlich. Die Ausgaben mindern dann die Steuerlast nur, wenn sie gemeinsam mit weiteren Werbungskosten, wie zum Beispiel Schreibtisch, Drucker oder Bürostuhl den Werbungskostenpauschbetrag überschreiten. Die Homeoffice-Pauschale von 5 Euro kann dann nicht geltend gemacht werden, sondern wird nur für Arbeitstage zu Hause angerechnet – dies allerdings auch dann, wenn kein eigenes Arbeitszimmer vorhanden ist.

    Neue Sachbezugswerte für Arbeitnehmer

    Spendiert der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ab dem 1. Januar ein Essen, kann für das Finanzamt ein steuerpflichtiger Arbeitslohn vorliegen. Die Sachbezugswerte steigen ab dem neuen Jahr für die Verpflegung auf 270 Euro (bisher: 263 Euro). Damit sind ab 2022 für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten folgende Werte anzusetzen: Frühstück: 56 Euro monatlich; 1,87 Euro kalendertäglich, Mittagessen: 107 Euro monatlich; 3,57 Euro kalendertäglich, Abendessen: 107 Euro monatlich; 3,57 Euro kalendertäglich.

    Wie für die Verpflegung erhöhen sich auch die Werte für Unterkunft oder Miete. Der Sachbezugswert für freie Unterkunft beträgt 2022 bundeseinheitlich 241 Euro monatlich. Erhält ein Arbeitnehmer also durchgängig sowohl freie Unterkunft als auch freie Verpflegung, dann bedeutet dies fürs Finanzamt: Das monatliche Bruttoeinkommen, auf das Steuern und Sozialabgaben zu zahlen sind, erhöht sich auf 511 Euro (270 Euro plus 241 Euro).

    Ehepaare

    Als verheiratetes Ehepaar könnt ihr jedes Jahr neu entscheiden, ob ihr getrennt oder zusammen veranlagt werden möchtet. Seit 2020 ist das sogar mehrmals im Jahr möglich.

    Lohnersatzansprüche wie Arbeitslosen- oder Elterngeld sind vom zuvor bezogenen Arbeitslohn Nettolohn abhängig. Im Falle von einer bevorstehenden Arbeitslosigkeit oder einem anstehenden Nachwuchs, sollte sich frühzeitig um einen Steuerklassenwechsel nachgedacht werden. Denn dann erhöhen sich auch die Lohnersatzansprüche!

    Betreuung

    Hattest du, durch den Lockdown, Home-Office und musstest gleichzeitig noch das Home-Schooling betreuen? Wenn ja, dann hattest du damit eine „außergewöhnliche Situation“. Nicht alle Eltern konnten im Fall von Schulschließungen einfach zu Hause bleiben, um ihre Kinder zu betreuen. Wenn du wegen geschlossener Schulen oder auch geschlossener Kindertagesstätten eine kostenpflichtige Betreuung für dein Kind organisieren musstest, dann lassen sich die Ausgaben dafür unter bestimmten Voraussetzungen als Sonderausgaben geltend machen.

    Bis zum 14. Lebensjahres deines Kindes lassen sich generell Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Allerdings nicht in unbegrenzter Höhe. Der Fiskus akzeptiert bis zu zwei Drittel der Kosten, maximal aber 4.000 Euro pro Kind und Jahr. 

    Wenn du mit Pflegebedürftigen zum Arzt, zur Physiotherapie oder zum Einkaufen fährst, kannst du die Ausgaben für die Fahrten mit 30 Cent je Kilometer oder alternativ die tatsächlichen Ausgaben für Bahn- und Bustickets steuerlich geltend machen. Besuche können leider nicht angerechnet werden. Erst ab Pflegestufe I nicken die Finanzämter die gesamten Heimkosten, also für Verpflegung, Unterbringung und Pflege ab. Kinder, die Mutter oder Vater im eigenen Haushalt pflegen oder für die Heimkosten aufkommen, können bei der Steuerklärung auch typische Unterhaltsleistungen bis zur Höhe von 8354 Euro als außergewöhnliche Belastungen besonderer Art verrechnen. Übersteigen Einkünfte und Bezüge des Empfängers den Unterhaltshöchstbetrag (8354 Euro) und den Anrechnungsfreibetrag (624 Euro), also insgesamt 8978 Euro, gibt es keine Steuerentlastung mehr für die Kinder.

    Disclaimer:
    Dieser Beitrag ist keine Steuerberatung und wurde von uns mit nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Im konkreten Einzelfall kann der vorliegende Inhalt keine individuelle Beratung durch fachkundige Personen ersetzen.

    Quellen: BDST/Bund der Steuerzahler Deutschland; https://www.provita-deutschland.de/ und www.n-tv.de/ratgeber, Stand 03.01.22)

     

    Beitrag Teilen:

    Facebook
    Email

    Folge uns auf Social Media

    Das könnte dich ebenfalls interessieren:

    Finanzen

    Steuern sparen

    Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

    Weiterlesen »
    Reisen

    Frugalismus und Reisen

    Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

    Weiterlesen »
    Finanzen

    Mehrkontenmodell

    Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

    Weiterlesen »

    Folge uns auf Social Media

    Das könnte dich ebenfalls interessieren:

    Finanzen

    Steuern sparen

    Was ändert sich im neuen Jahr für Steuerzahler und in welchen Kategorien kannst du künftig das Maximum für dich herausholen?

    Weiterlesen »
    Reisen

    Frugalismus und Reisen

    Für unsere Abenteuer geben wir gar nicht so viel Geld aus, wie man vielleicht denken mag. Im Folgenden schildern wir ein paar Eindrücke unserer Reisen und nennen euch Tipps, die wir dabei beherzigen.

    Weiterlesen »
    Finanzen

    Mehrkontenmodell

    Viele haben am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig und wissen gar nicht, wo das Geld hingekommen ist. Wir zeigen dir einen kleinen Trick, womit das schlechte Gewissen nichts gespart zu haben umgehen wird, weil alles automatisch abläuft.

    Weiterlesen »

    Copyright

    © 2022 Invest in Happiness